August 22, 2018 / 9:01 AM / 4 months ago

Bauernpräsident lässt Höhe von Hilfsforderung offen

Farmer Holger Lampe holds a sunflower plant in a dried out sunflowers field near Breydin, Germany, July 30, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) lässt offen, mit wie viel Geld seiner Ansicht nach der Bund den unter Dürre leidenden Bauern helfen sollte.

“Die konkrete Forderung ist, den Notstand auszurufen”, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der Erntebilanz seines Verbandes. Eine konkrete Zahl zu den erwarteten Hilfen nannte er nicht und betonte, er habe vor 14 Tagen lediglich erklärt, Hilfen von einer Milliarde Euro seien “wünschenswert”. Das Redaktionsetzwerk Deutschland berichtete unter Berufung auf Koalitionskreise, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wolle von Dürreschäden betroffenen Landwirten Hilfen in “dreistelliger Millionenhöhe” gewähren. Die CDU-Politikerin will am Mittag zu etwaigen Hilfen Stellung nehmen.

Rukwied erklärte, allein acht Bundesländer hätten Schäden in Höhe von drei Milliarden Euro gemeldet. Damit sei ein nationaler Notstand gegeben. Die Ausrufung des Notstandes ist Voraussetzung für die Gewährung von Bundeshilfen für Landwirte.

Nach DBV-Angaben haben sich die Befürchtungen über Ernteausfälle bestätigt. Demnach ist nach den Erhebungen der Landesverbände der Organisation die diesjährige Getreideernte mit 35,6 Millionen Tonnen um 26 Prozent niedriger ausgefallen als die durchschnittliche Erntemenge von 2013 bis 2017. Auch bei anderen Feldfrüchten sei die Ernte deutlich unter Vorjahresniveau geblieben.

Unter besonderem Druck stehen Viehhalter, weil sie nicht genügend Futter für ihre Tiere ernten konnten. Manche Milchbauern hätten deswegen Kühe schlachten lassen oder Rinder für die Fleischproduktion früher als geplant zum Schlachthof geführt. Dies habe innerhalb von vier Wochen zu einer Preissenkung von elf Prozent bei Schlachtrindern geführt. Zudem sei wegen der Hitze in den ostdeutschen Bundesländern die Milchproduktion um zehn Prozent eingebrochen.

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