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Linde sieht sich vor Fusion mit Praxair operativ auf Kurs
27. Oktober 2017 / 05:41 / in einem Monat

Linde sieht sich vor Fusion mit Praxair operativ auf Kurs

München (Reuters) - Der Münchner Industriegase-Konzern Linde sieht sich vor der geplanten Fusion mit dem US-Rivalen Praxair operativ auf Kurs.

Linde Group logo is seen at company building before the annual news conference in Munich, Germany March 9, 2017. REUTERS/Lukas Barth

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten - ohne die zum Verkauf stehende Logistik-Tochter Gist - um 2,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 3,8 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro. “Umsatz und Ergebnis haben sich in den ersten neun Monaten gut entwickelt, und auch mit unserem Effizienzprogramm liegen wir voll im Plan”, sagte Vorstandschef Aldo Belloni. Die Umsatz- und Gewinnprognose wurde bestätigt.

Unter dem Strich blieb in den ersten neun Monaten aber nur ein Gewinn von 860 Millionen Euro, der knapp acht Prozent unter Vorjahr lag. Grund dafür sind Sondereffekte von 277 Millionen Euro, davon allein 50 Millionen Euro für die Fusion mit Praxair. Im dritten Quartal lag der Umsatz leicht unter Vorjahr und unter den Analystenschätzungen, das Ebitda fiel etwas höher aus als erwartet.

Für das Gesamtjahr rechnet Linde - ohne Wechselkurseffekte - mit einem Umsatzanstieg um drei Prozent und einem stagnierenden Ebitda. Im schlimmsten Fall könnte der Konzernumsatz wegen des “herausfordernden Marktumfeldes” auch um drei Prozent sinken, das Ebitda im besten Fall um bis zu sieben Prozent steigen.

Beim Zusammenschluss mit Praxair ist der Münchner Konzern auf der Zielgeraden. Die auf 60 Prozent von 75 Prozent gesenkte Annahmequote für das Umtauschangebot in Aktien der fusionierten Linde plc ist mit 64,5 Prozent bereits seit Dienstag geschafft. Bis zum 21. November müssen aber mindestens 74 Prozent der Linde-Aktionäre die Offerte angenommen haben, damit die beiden Partner die damit verbundenen Steuervorteile nutzen können.

Von 24 Kartellbehörden, die zustimmen müssen, haben bisher vier grünes Licht gegeben: Russland, die Türkei, Pakistan und Paraguay. Die größte Hürde dürfte aber die EU-Kommission sein, die Linde und Praxair zum Verkauf von Unternehmensteilen zwingen kann. Sie wollen sich nach früheren Angaben aber maximal von 3,7 Milliarden Dollar Umsatz trennen. Äußerungen von Praxair-Finanzchef Matthew White zu den Plänen mit Linde-Randbereichen hatten in München kürzlich für Unmut gesorgt.

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