April 11, 2018 / 10:49 AM / 5 months ago

Eurowings bleibt auf Wachstumskurs

Frankfurt (Reuters) - Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings zeigt sich mit dem Jahresauftakt sehr zufrieden.

The logo of Lufthansa's low-cost brand Eurowings is seen at Cologne-Bonn airport, Germany, November 2, 2015. REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo

“Das erste Quartal ist für uns gut gelaufen, der März war extrem stark”, sagte Geschäftsführer Oliver Wagner am Mittwoch. “Wir sind nach wie vor die am schnellsten und stärksten wachsende Airline in Europa.” Im ersten Quartal sei die Passagierzahl um mehr als 40 Prozent gestiegen bei einem Marktwachstum von vier bis fünf Prozent. Eurowings profitiert vor allem davon, dass das Unternehmen die mit der Pleite von Air Berlin frei gewordenen Kapazitäten übernehmen konnte. Die Lufthansa hatte gut die Hälfte der 144 Flugzeuge von Air Berlin übernommen, um Eurowings auszubauen.

Angesichts der weiterhin hohen Nachfrage sei er auch optimistisch für das Sommergeschäft, ergänzte Wagner. Am stärksten baut Eurowings derzeit das Angebot am Flughafen München aus auf rund 40 Zielorte, darunter Langstreckenflüge in die USA und zur Dominikanischen Republik. Die Kapazität werde auf zehn Flugzeuge verdoppelt, kündigte Wagner an.

Noch offen ist, ob die Lufthansa-Tochter auch ab Juni noch Flugzeuge von Laudamotion, in der die ehemalige Air-Berlin-Tochter Niki aufging, einsetzt. Ursprünglich habe Eurowings acht Maschinen per Leasingvereinbarung nutzen wollen, jetzt seien es nur vier, erklärte Wagner. Die Gespräche mit Laudamotion liefen noch. Der österreichische Ferienflieger des Niki-Gründers und Ex-Rennfahrers Niki Lauda soll vom Lufthansa-Rivalen Ryanair übernommen werden. Vor diesem Hintergrund hatte Laudamotion in dieser Woche bekannt gegeben, nach nur zwei Monaten die Zusammenarbeit mit der Thomas-Cook-Tochter Condor Ende April einzustellen.

Die Lufthansa-Gruppe konnte unterdessen im März, unter anderem dank der Osterurlauber, den dritten Monat in Folge die Passagierzahlen zweistellig steigern. Von Januar bis März flogen 28,6 Millionen Passagiere, 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit der Kranich-Linie und ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines, Eurowings und Brussels Airlines, wie der Konzern mitteilte. Die Sitzkapazitäten waren in den ersten drei Monaten zu fast 78 Prozent ausgelastet (plus 1,7 Prozentpunkte), ein neuer Höchststand. Allerdings blieben die Ticketpreise stabil, was an der Börse nicht gut ankam. Denn der Dax-Konzern hatte ein positives Erlösumfeld für das erste Halbjahr und ein “stabiles” im Gesamtjahr angekündigt. Die Aktie fiel um fast fünf Prozent auf Kurse von gut 25 Euro.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below