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Unternehmensnachrichten

Kreise - Lufthansa mustert womöglich mindestens 130 Flugzeuge aus

FILE PHOTO: Planes of German carrier Lufthansa are parked on a closed runway at the airport in Frankfurt, Germany, March 23, 2020, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues. REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo/File Photo

Frankfurt (Reuters) - Die Lufthansa könnte ihre Flotte wegen des Rückschlags in der Corona-Krise nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters womöglich um 130 und damit mindestens 30 Flugzeuge mehr als bisher geplant verkleinern.

Vorstandschef Carsten Spohr informierte die Beschäftigten am Montag darüber, dass in der kommenden Woche der Vorstand über die abermalige Flottenverkleinerung entscheiden wolle. Als Szenario sei von 30 oder mehr Flugzeugen zusätzlich zu den schon beschlossenen 100 Maschinen die Rede gewesen, erfuhr Reuters von mit dem Vorgang Vertrauten am Montag. Die Zahl der Beschäftigten, die vor der Krise noch rund 140.000 Personen betrug, müsse voraussichtlich um ein Fünftel sinken. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich zu den Zahlen nicht äußern und erklärte, es gebe noch keine Beschlusslage.

Bei einem Fünftel wären es mehr als 28.000 Arbeitnehmer, von der sich die Lufthansa-Gruppe trennen würde. Nach früheren Plänen waren wegen der Corona-Krise, die den Luftverkehr weitgehend lahm legt, 26.000 Frauen und Männer zu viel an Bord.

Spohr habe in Aussicht gestellt, die Mitarbeiterzahl über 100.000 zu halten, hieß es weiter. Er habe die schärferen Einschnitte mit den weiter verschlechterten Geschäftsaussichten durch erneute Reisewarnungen und Quarantäne-Regeln in der Pandemie begründet. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht mehr zu vermeiden. Die Lufthansa hat bisher keine langfristigen Vereinbarungen mit den Gewerkschaften der Piloten und der Boden-Beschäftigten, Vereinigung Cockpit und Verdi, zur Beschäftigungssicherung in der Krise ausgehandelt. Die Lufthansa werde in diesem Jahr allenfalls 25 Prozent des Flugvolumens von 2019 erreichen, sagte der Lufthansa-Chef demnach. Ein Umsatz wie im Vorkrisenjahr von gut 36 Milliarden Euro sei in weiter Ferne.

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