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Unternehmensnachrichten

Lufthansa-Großaktionär Thiele fordert "tragfähiges Sanierungskonzept"

A Lufthansa aircraft with the inscription "Hauptstadtflieger" taxis after landing at Terminal 1, marking the official opening of the new Berlin-Brandenburg Airport (BER) "Willy Brandt", in Schoenefeld near Berlin, Germany October 31, 2020. Kay Nietfeld/Pool via REUTERS

Frankfurt (Reuters) - Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele fordert zur Sanierung des von der Corona-Krise hart getroffenen Luftfahrt-Konzerns Personalabbau und den Verkauf von Firmenteilen.

Er fordere “dringend ein tragfähiges Sanierungskonzept”, zitierte der “Spiegel” Thiele am Freitag. Vorstand und Gewerkschaft müssten sich jetzt auf den sozialverträglichen Abbau von 30.000 Stellen einigen. Die Alternative sei, “dass der Staat dauerhaft weitere Milliarden bereitstellt oder die Lufthansa in die Insolvenz geht”.

Der Airline ist es seit Ausbruch der Krise im Früjahr nicht gelungen, mit den Gewerkschaften des Bodenpersonals und der Piloten, Verdi und Vereinigung Cockpit, Krisentarife zum Personalabbau zu schließen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr mahnte die Gewerkschaften in dieser Woche zu einer Vereinbarung bis Ende des Jahres. Zur Finanzlage des teilverstaatlichten Konzerns erklärte er, die Liquidität von zehn Milliarden Euro Ende September reiche bis zum Winter 2021.

Die Lufthansa schreibt in diesem Jahr wegen des Geschäftseinbruchs durch die Pandemie hohe Verluste. Sie musste mit neun Milliarden Euro staatlicher Finanzhilfe vor einer Pleite bewahrt werden. Um die hohen Schulden zurückzuzahlen, braucht sie Geld aus Verkäufen von Firmentöchtern oder Flugzeugen. Spohr hatte bereits angekündigt, Optionen für die Wartungstochter Lufthansa Technik zu prüfen, will aber die Mehrheit behalten. In dieser Woche erklärte er, für den Einstieg von Investoren würden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Milliardär Thiele, Eigner des Autozulieferers Knorr Bremse und des Bahntechnikherstellers Vossloh, forderte, die Mehrheit von Lufthansa Technik zu verkaufen, wenn der Preis stimme. Er ist mit einem Anteil von zwölf Prozent nach dem Staat zweitgrößter Lufthansa-Aktionär. Spohr bekräftigte zuletzt, die Lufthansa brauche keine Notverkäufe.

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