November 4, 2019 / 1:04 PM / 11 days ago

Gewerkschaft UFO will diese Woche bei Lufthansa streiken

Deutsche Lufthansa sign is seen in front of the airport terminal at Cairo International Airport in Cairo, Egypt, July 21, 2019. REUTERS/Mohamed Abd El Ghany

Frankfurt (Reuters) - Fluggäste der Lufthansa müssen in dieser Woche mit Störungen durch Streiks rechnen.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO rief am Montag ihre Mitglieder auf, am Donnerstag und Freitag für 48 Stunden bei der Lufthansa in Deutschland die Arbeit niederzulegen. Grund sei die Weigerung der Lufthansa, über Tarife zu verhandeln, teilte UFO weiter mit. Das Unternehmen lehnt Verhandlungen mit der Gewerkschaft ab, weil bei dieser nach internem Streit im Frühjahr der Vorstand wechselte und nicht vertretungsberechtigt sei. Die Lufthansa erklärte, sie verurteile den Streikaufruf und werde rechtliche Schritte dagegen prüfen. Mit Hochdruck werde ein Sonderflugplan aufgestellt, um Flugausfälle zu verhindern.

Die Arbeitgeberseite signalisierte erstmals nach Monaten eines harten Konfrontationskurses etwas Entgegenkommen. Lufthansa habe UFO am Montag angeboten, unmittelbar nach der für 14. Februar geplanten Neuwahl des Vorstandes Tarifverhandlungen beginnen zu wollen, sagte ein Unternehmenssprecher. UFO-Vizechef Daniel Flohr sagte dazu, dieser Termin sei viel zu spät. Es gebe keinen Grund, die Verhandlungen nicht sofort aufzunehmen. Die Lufthansa hatte im August vor dem Landesarbeitsgericht ein Verfahren angeleiert, um den Status von UFO als vertretungsberechtigte Gewerkschaft der Flugbegleiter prüfen zu lassen. Ein Termin dazu ist für Ende April angesetzt. Die Lufthansa prüft außerdem die Aufnahme von Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, in diesem Bereich die kleinere Konkurrenz von UFO.

UFO-Vizechef Flohr kündigte an, die Arbeitskampfwelle könne auf andere Airlines des Konzerns in Deutschland - also auf die Billigtochter Eurowings und den Ferienflieger Sunexpress - ausgeweitet werden. Die große Mehrheit der UFO-Mitglieder hatte sich in einer Urabstimmung bis Ende letzter Woche für unbefristete Streiks bei allen deutschen Lufthansa-Betrieben ausgesprochen. Mit Kundgebungen am Donnerstag am Flughafen München und am Freitag vor der Lufthansa-Konzernzentrale am Flughafen Frankfurt will die Gewerkschaft ihre Forderungen unterstreichen. Bei einem ersten Warnstreik am 20. Oktober waren der Lufthansa zufolge mehr als 100 Flüge ausgefallen, die Gewerkschaft gab die Zahl der Streichungen mit rund 200 an.

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