November 20, 2019 / 1:06 PM / 17 days ago

UFO droht mit Streiks bei Lufthansa in der Weihnachtszeit

Deutsche Lufthansa sign is seen in front of the airport terminal at Cairo International Airport in Cairo, Egypt, July 21, 2019. REUTERS/Mohamed Abd El Ghany

Frankfurt/Berlin (Reuters) - Auf Lufthansa-Passagiere könnten in der Advents- und Weihnachtszeit Streiks zukommen.

Dies kündigte die Kabinengewerkschaft UFO am Mittwoch an. Sie werde den Arbeitskampf bei der Lufthansa wieder aufnehmen, sollte die Fluggesellschaft im Tarifkonflikt kein Entgegenkommen signalisieren. Sollte nichts geschehen, werde man am Donnerstag kommender Woche ankündigen, “wo, wie lange, bei welchen Airlines gestreikt werden wird”, kündigte UFO-Sprecher Nicoley Baublies am Mittwoch in Mörfelden bei Frankfurt an. Dies könnte auch die Weihnachtszeit treffen. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, man habe nun sieben Tage Zeit, “um hier gemeinsam in einen Lösungsmodus zu kommen. Die gilt es zu nutzen.”

Die Airline hatte nach monatelanger rechtlicher Auseinandersetzung mit UFO vergangene Woche mit der Gewerkschaft ausgemacht, bei Lufthansa in die Schlichtung zu gehen und in einem zusätzlichen Moderationsprozess weitere Probleme aus dem Weg zu räumen. Bei den deutschen Töchtern Eurowings oder Sunexpress sollten parallel Tarifverhandlungen aufgenommen werden. Beide Seiten müssen noch einen Schlichter benennen. Die Lufthansa hatte auch angekündigt, UFO wieder als Gewerkschaft anzuerkennen und damit - nach mehreren Streiks und Gerichtsverfahren - Hoffnung auf eine friedliche Lösung gemacht.

Doch Knackpunkt war zuletzt die Lufthansa-Forderung nach einer umfassenden Friedenspflicht und einem Streikverzicht der UFO bei den anderen Konzerntöchtern. “Man kann nicht gleichzeitig streiken und schlichten”, sagte ein Lufthansa-Sprecher. “Aus unserer Sicht kann eine Lösung für alle Fragen der Kabinenmitarbeiter nur in gemeinsamen Gesprächen und in einer Schlichtung gefunden werden.” UFO-Vizechef Daniel Flohr sagte, Lufthansa könne keine Friedenpflicht für den gesamten Konzern fordern, “ohne dass man dafür etwas hergibt”.

Die Gewerkschaft appellierte an die Politik, im festgefahrenen Konflikt mit der Lufthansa zu vermitteln. “Wir kommen aus dieser Eskalationsspirale im Moment zu zweit nicht heraus”, sagte UFO-Chefin Sylvia De la Cruz. Der gesamtwirtschaftliche Schaden und der Schaden für die Sozialpartnerschaft seien große.

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