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Unternehmensnachrichten

Unions-Wirtschaftsflügel lehnt Aktienanteil an Lufthansa strikt ab

Le code di tre aerei Lufthansa, lasciati a terra all'Aeroporto di Francoforte, in Germania. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Die Mittelstandsvereinigung (MIT) der Union hat sich bei der geplanten Unterstützung der Lufthansa strikt gegen einen Aktienkauf durch die Regierung ausgesprochen.

“Der Bundesvorstand der MIT lehnt eine Übernahme von Aktien an der Lufthansa durch den Staat generell ab”, heißt es in einem Beschluss vom Freitag. Staatliche Hilfe sollte sich “im Wesentlichen auf Kredite und stille Beteiligungen beschränken”. Der Staat dürfe keinen Einfluss auf die operative Geschäftspolitik oder strategische Ausrichtung der Lufthansa nehmen. Das finanzielle Engagement müsse zudem so schnell wie möglich wieder beendet werden.

“In dieser Zeit dürfen selbstverständlich keine Boni und Dividenden gezahlt werden”, fordert die MIT zudem von dem Unternehmen. Sollte der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), bei dem die Fluggesellschaft Hilfen in Höhe von rund neun Milliarden Euro erhalten will, dennoch Aufsichtsratsmandate beanspruchen, müssten diese von unabhängigen Experten besetzt werden. Die MIT fürchtet ansonsten einen Präzedenzfall angesichts weiterer erwarteter Anträge deutscher Firmen, die durch die Corona-Krise ins Schwierigkeiten geraten sind. In der Bundesregierung gibt es unterschiedliche Meinungen, wie man der Lufthansa helfen sollte. Die SPD fordert anders als die CSU und das Unternehmen im Gegenzug für Finanzspritzen ein Mitspracherecht.

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