June 22, 2020 / 12:51 PM / 16 days ago

Verdi verhandelt nach Hauptversammlung weiter mit Lufthansa über Jobabbau

A whistle is seen over a logo of Verdi union during a strike in Frankfurt airport, April 27, 2016. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Vor der entscheidenden Hauptversammlung hat sich Lufthansa nicht mit Verdi auf einen Sparbeitrag der Beschäftigten zur Rettung des Konzerns einigen können.

Die Dienstleistungsgewerkschaft kündigte am Montag an, man werde die Gespräche dazu am Freitag fortsetzen. Verdi verhandelt nach den Worten von Vize-Chefin Christine Behle aktuell konzernweit für die Lufthansa-Beschäftigten über tarifvertragliche Lösungen. Man habe sich zuletzt konstruktiv darüber ausgetauscht, “welchen Beitrag die Beschäftigten zur Krisensituation des Konzerns beitragen können”. Zugleich erwarte die Gewerkschaft Absicherung und Schutz für das Personal.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wollte mit der Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten, der Flugbegleitergewerkschaft UFO und Verdi bis zum heutigen Montag ein Sparpaket aushandeln. Damit soll verhindert werden, dass die rechnerisch 22.000 überzähligen Vollzeitstellen gestrichen werden. Bis zum Mittag zeichnete sich noch keine Einigung bei den noch laufenden Verhandlungen mit VC und UFO ab. Bei Verdi hieß es, man sei zuversichtlich, dass man eine gemeinsame Lösung erzielen könne. Man habe sich an vielen Punkten schon angenähert. Es gebe aber noch grundsätzliche Fragen zu klären. Trotz des Zeitdrucks wolle man in Ruhe zu einer langfristigen Vereinbarung kommen. Die Gespräche seien jedoch von der bevorstehenden Entscheidung der Aktionäre überschattet worden.

Lufthansa-Hauptaktionär Heinz Hermann Thiele kritisiert wegen des Staatseinstiegs bei der Airline mit 20 Prozent den gesamten Rettungsplan von bis zu neun Milliarden Euro Staatshilfen. Der 79-Jährige hält inzwischen 15,52 Prozent und könnte mit seinen Anteilen den Plan auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag zu Fall bringen. Thiele traf sich Insidern zufolge mit Spohr, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu einem Krisengespräch in Berlin.

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