June 17, 2015 / 4:38 PM / in 3 years

Spiegel-Verlag plant 15 Millionen-Euro-Sparpaket und Jobabbau

Berlin (Reuters) - Der “Spiegel”-Verlag will mit einem umfassenden Sparprogramm und Stellenstreichungen rote Zahlen abwenden.

In den nächsten zwei Jahren sollen 15 Millionen Euro eingespart werden, wie der Verlag am Mittwoch mitteilte. Wegen sinkender Anzeigen und Auflagen gehe der Umsatz seit einigen Jahren zurück, während die Kosten annähernd stabil blieben, sagte Geschäftsführer Thomas Hass. “So riskieren wir, dass der Spiegel schon bald in die roten Zahlen rutscht.” Eine Verlagssprecherin fügte hinzu, dass es zu einem Stellenabbau kommen werde, der Umfang aber noch unklar. Der Spiegel hat derzeit rund 730 Beschäftigte.

Die Pläne, die auch Investitionen umfassen, seien gemeinsam mit den Gesellschaftern des Spiegel-Verlags, der Mitarbeiter KG, dem Verlag Gruner + Jahr und der Familie Augstein, beschlossen worden. Ziel sei es, Produkte zu entwickeln, mit denen die Umsätze stabilisiert werden können. Geplant seien Bezahlangebote im Internet und eine digitale Abendzeitung sowie eine moderne App für das “Nachrichtenmagazin”. Im Herbst will die Geschäftsführung ein Gesamtprogramm für den Umbau vorlegen.

Vor dem Hintergrund sinkender Auflagen und Werbeumsätzen suchen traditionelle Verlagshäuser seit längeren nach Wegen wie man im Internet mit journalistischen Inhalten Geld verdienen kann. Der Umsatz des “Spiegel” betrug 2014 rund 285 Millionen Euro, 2007 hatte er nach Verlagsangaben noch bei etwa 353 Millionen Euro gelegen.

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