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Inlandsnachrichten

PwC-Studie - Corona-Krise macht deutschen Medienmarkt noch digitaler

The logo of Price Waterhouse Coopers is seen at its Berlin office in Berlin, Germany, September 20, 2019. REUTERS/Wolfgang Rattay

Berlin (Reuters) - Nach einem Umsatzeinbruch in diesem Jahr ziehen die Geschäfte der deutschen Unterhaltungs- und Medienbranche einer Studie zufolge 2021 wieder deutlich an.

Die Erlöse dürften um 7,6 Prozent zulegen, nach einem spürbaren Minus von knapp zwölf Prozent im coronabedingten Krisenjahr 2020, wie am Mittwoch aus einer Analyse der Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht. Insgesamt prognostiziert PwC bis 2024 ein durchschnittliches Wachstum von 1,1 Prozent jährlich, auf dann 65 Milliarden Euro Umsatz. “Dieses Wachstum wird insbesondere durch den Auftrieb bei den digitalen Produkten befeuert, der sich auch aufgrund der Covid-19-Pandemie erheblich beschleunigt.”

Besonders stark von der Pandemie betroffen sind laut Studie derzeit Kino, Livemusik, Messen und Außenwerbung. “Die als historisch zu bezeichnenden Entwicklungen des Jahres 2020 haben uns gezeigt: Es dauert meistens eine ganze Generation, um Verbrauchergewohnheiten zu etablieren – aber nur einen Lockdown, um diese zu verlieren”, erläuterte Werner Ballhaus, der bei PwC weltweit das Geschäft Unterhaltung und Medien verantwortet. Langjährig profitable Geschäftsmodelle scheiterten, aber vorhandene digitale Trends eröffneten neue Chancen. “Generell kann man sagen, dass die Covid-19-Pandemie wie ein Brennglas auf bereits bestehende Entwicklungen wirkt und diese teilweise um Jahre beschleunigt.”

So dürften die digitalen Werbeerlöse bis 2024 mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 4,9 Prozent auf mehr als elf Milliarden Euro klettern. Die Umsätze mit klassischen Produkten hingegen sinken laut Studie um 2,1 Prozent pro Jahr auf etwa 13,2 Milliarden Euro. Während der “gesättigte Fernsehmarkt” in den nächsten Jahren demnach nur minimal wächst (+0,3 Prozent), legen die Umsätze bei Internetvideos bis 2024 jährlich um neun Prozent zu. “Immer mehr Menschen greifen über das Internet auf Filme und Serien zu, inzwischen auch über alle Altersgruppen hinweg”, heißt es im “German Entertainment & Media Outlook 2020-2024” von PricewaterhouseCoopers. Zunehmend beliebter seien Livestreaming- und Video-on-Demand-Angebote.

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