November 18, 2019 / 1:17 PM / 24 days ago

Spahn will gegen Lieferengpässe bei Medikamenten vorgehen

German Health Minister Jens Spahn attends an event at a hotel in Mexico City, Mexico September 20, 2019. REUTERS/Henry Romero

Berlin (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will gegen Lieferengpässe bei Medikamenten vorgehen.

Es sei besorgt darüber, dass Patienten teilweise in Apotheken nicht mehr die Medikamente erhalten könnten, die sie brauchten, sagte der CDU-Politiker am Montag bei der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg. “Das lässt wieder ein Stück Vertrauen in das System verlieren.” Deshalb plane er eine Meldepflicht von Pharmaunternehmen und Großhändlern zu den Lagerbeständen und die Behörden sollten eine stärkere Vorratshaltung anordnen. Zudem sollen Rabattverträge eingeschränkt werden, die Apotheken verpflichten, besonders preisgünstige Medikamente abzugeben. Spahn forderte auch eine Reform des EU-Vergaberechts. Künftig dürfe es bei Aufträgen nicht mehr nur nach dem Preis, sondern auch um Faktoren wie Produktionsstandorte und Lieferketten gehen, sagte er.

Hintergrund sind wiederholte Probleme bei der Lieferung von Medikamenten und deren Grundstoffen. Dafür werden zum einen der Preisdruck auf dem Markt sowie die Auslagerung der Produktion in Länder wie Indien und China verantwortlich gemacht. Die Zahl der Hersteller bestimmter Wirkstoffe ist dadurch weltweit gesunken, die Abhängigkeit ist diesen Firmen ist gewachsen. Angesichts der weltweiten Lieferketten bei der Pharmaproduktion sei eine Abhilfe nicht einfach, räumte Spahn ein. Er glaube aber an eine Verständigung auch auf EU-Ebene, weil viele Länder mittlerweile ähnliche Probleme hätten.

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