August 7, 2018 / 9:17 AM / in 4 months

Mehr Opfer von Menschenhandel in Deutschland festgestellt

German police, which also involved Germany's GSG9 special operations police unit, enter a building as they raid sites across the country, in a crackdown on human trafficking and forced prostitution in Maintal, south of Frankfurt, Germany, April 18, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Die Polizei hat in Deutschland im vergangenen Jahr weitaus mehr Opfer von Menschenhandel festgestellt.

Mit 671 Fällen sei deren Zahl um 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 gestiegen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden mit. Ein Viertel der Opfer sei minderjährig. Häufigste Form des Menschenhandels sei unverändert die sexuelle Ausbeutung, deren Opfer zu 99 Prozent weiblich seien und überwiegend aus Bulgarien, Rumänien und Deutschland kämen. Die Zahl von 489 Opfern blieb nahezu unverändert. Drastisch stieg dagegen die Zahl der Opfer von Arbeitsausbeutung: Sie vervierfachte sich auf 180. Allerdings ist die Beweisführung laut BKA sehr schwierig. Viele Fälle bleiben im Verborgenen.

Erstmals wurden laut BKA auch zwei Verfahren wegen der Ausbeutung bettelnder Menschen geführt. Dies ist seit 2016 ein eigener Straftatbestand, während organisiertes Betteln nicht strafbar ist. Insgesamt führte die Polizei 2017 im Bereich des Menschenhandels 340 Verfahren. Dies war laut dem Bundeslagebild “Menschenhandel und Ausbeutung” des BKA ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2016 mit 375 Verfahren.

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