August 8, 2019 / 5:58 AM / 3 months ago

Merck baut Gewinn kräftig aus - Meilensteinzahlungen geben Schwung

The logo of German pharmaceuticals company Merck is seen in front of the company's headquarters in Darmstadt, Germany, May 16, 2016. REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE - SEARCH 'BUSINESS WEEK AHEAD 24 OCT' FOR ALL IMAGES

Frankfurt (Reuters) - Meilensteinzahlungen im Pharmageschäft haben Merck im zweiten Quartal Auftrieb gegeben.

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern profitierte aber auch von einem starken Laborgeschäft und bekräftigte seine Prognose für dieses Jahr. “Wir sind auf gutem Weg, unsere Ziele für 2019 zu erreichen und in allen wichtigen Kennzahlen zu wachsen”, sagte Merck-Chef Stefan Oschmann am Donnerstag. Für das Gesamtjahr rechnet er unverändert mit einem organischen Umsatzanstieg um drei bis fünf Prozent auf 15,3 bis 15,9 Milliarden Euro und einem Zuwachs beim bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von zehn bis 13 Prozent auf 4,15 bis 4,35 Milliarden. Dabei könnte auch Unterstützung von positiven Währungseffekten kommen. Anleger griffen zu: Merck-Aktien legten um knapp zwei Prozent zu und gehörten zu den größten Dax-Gewinnern.

Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 1,1 Milliarden Euro, ein Zuwachs von knapp 24 Prozent. Merck profitierte von hohen Zahlungen aus seinen Partnerschaften mit Pfizer und GlaxoSmithKline sowie durch den schon länger zurückliegenden Verkauf der Rechte an einem Wirkstoff an die US-Biotechfirma BioMarin. Diese summierten sich alleine auf rund 141 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg um sieben Prozent auf vier Milliarden Euro. Dabei kam Merck auch ein starkes Life-Science-Geschäft, das Produkte für die Pharmaforschung anbietet, zugute.

Während es bei den Südhessen in den beiden größten Sparten Life-Science und Pharma rund läuft, stottert der Motor weiter im Spezialchemiegeschäft. Dabei setzen dem Konzern auch ein schwaches Marktumfeld bei Halbleitern sowie die maue Nachfrage aus der Autoindustrie zu. Bei den Flüssigkristallen für Flachbildschirme leidet Merck unter anhaltendem Preisdruck. Für 2019 rechnet Oschmann deshalb für die Sparte mit einem stärkeren Umsatzrückgang und einem niedrigeren Ergebnis als bislang erwartet. Gestärkt werden soll das Geschäft mit der 5,8 Milliarden Euro schweren Übernahme des US-Chip-Zulieferers Versum und dem Kauf der US-Firma Intermolecular für 62 Millionen Dollar. Den Abschluss beider Deals erwartet Oschmann weiter in der zweiten Jahreshälfte.

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