10. September 2017 / 10:34 / in 2 Monaten

Merkel - Deutschland kann bei Lösung der Nordkorea-Krise mithelfen

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel bietet die diplomatische Hilfe Deutschlands bei der Suche nach einer Lösung im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm an.

German Chancellor Angela Merkel, a top candidate of the Christian Democratic Union Party (CDU) for the upcoming general elections, gives a speech as she campaigns in Strasburg, Germany, September 8, 2017. REUTERS/Fabrizio Bensch

“Wenn unsere Beteiligung an Gesprächen gewünscht wird, werde ich sofort ja sagen”, sagte die CDU-Vorsitzende der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Zur Begründung verwies sie auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, an denen Deutschland neben den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat teilgenommen hatte. Es habe sich um “eine lange, aber wichtige Zeit der Diplomatie” gehandelt, die im vergangenen Jahr zu einem “guten Ende” gekommen sei. “Ein solches Format könnte ich mir auch für die Beilegung des Nordkorea-Konflikts vorstellen”, sagte Merkel. “Europa und speziell Deutschland sollten bereit sein, dazu einen sehr aktiven Teil beizutragen.”

Der Umgang mit dem völkerrechtswidrigen Atomprogramm Nordkoreas sei für Europa eine bedeutende Frage, auch wenn das Land geografisch weit entfernt liege. “Ich sehe nur die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung”, sagte Merkel. “Niemand kann wollen, dass in der ganzen Region eine neue Rüstungsspirale in Gang kommt.”

Die Kanzlerin will der Zeitung zufolge am Montag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonieren, der sich - anders als China – gegen weiteren Druck auf Nordkorea ausgesprochen hatte. Die USA haben für Montag eine Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über neue Sanktionen gegen Nordkorea beantragt. Sie wollen ein Ölembargo durchsetzen und dessen Textilexporte unterbinden. Außerdem sollen nordkoreanische Arbeiter nicht mehr im Ausland angeheuert werden dürfen. Staatschef Kim Jong Un soll zudem mit einem Reiseverbot belegt werden. Das weitgehend isolierte Land hatte vergangenen Sonntag seinen bislang stärksten Atomtest vorgenommen und dabei nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet, die als Sprengkopf für seine Interkontinentalraketen dienen soll.

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