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Unternehmensnachrichten

Kretinsky am Ziel - 30-Prozent-Schwelle bei Metro mit Offerte übersprungen

People walk near a Metro cash and carry store in Kiev, Ukraine, August 17, 2016. REUTERS/Valentyn Ogirenko

Düsseldorf (Reuters) - Metro-Großaktionär Daniel Kretinsky wird mit seiner Übernahme-Offerte für den Großhandelskonzern ein erstes Ziel erreichen.

Bis zum Mittwoch wurde das freiwillige Übernahmeangebot seiner Investmentgesellschaft EPGC für den Düsseldorfer Konzern für knapp sechs Millionen Stammaktien angenommen, das entspricht einem Anteil von rund 1,64 Prozent, wie EPGC am Donnerstag mitteilte. Damit nimmt EPGC die 30-Prozent-Hürde - denn die Gesellschaft verfügt bereits über 29,99 Prozent der Anteile. Zudem hat sie sich Optionen über weitere 4,99 Prozent gesichert. Die erste Annahmefrist für die Offerte läuft noch bis Donnerstag um Mitternacht, danach dürfte eine erweiterte Annahmefrist für die Metro-Aktionäre von zwei Wochen folgen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Metro hatten das Übernahmeangebot als zu niedrig abgelehnt und den Aktionären empfohlen, es nicht anzunehmen. EPGC will 8,48 Euro je Stammaktie und 8,89 Euro je Vorzugsaktie auf den Tisch legen. Am Donnerstag notierten die Metro-Stammaktien bei 8,41 Euro. Kretinsky und sein Investitionspartner Patrik Tkac wollen mit dem Angebot ihren Metro-Anteil auf über 30 Prozent steigern. Dann können sie sich ungehindert weiter mit Metro-Aktien eindecken und ihre Macht ausbauen. Freie Hand haben sie damit aber nicht bei dem Großhandelskonzern. Denn die Großaktionäre Beisheim und Meridian hatten bereits angekündigt, ihr Anteilspaket von gut 23 Prozent behalten zu wollen. An ihrem Widerstand war eine vergangene Übernahme-Offerte Kretinskys gescheitert.

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