April 23, 2020 / 10:30 AM / a month ago

Metro besiegelt Verkauf des China-Geschäfts endgültig

People walk near a Metro cash and carry store in Kiev, Ukraine, August 17, 2016. REUTERS/Valentyn Ogirenko

Düsseldorf (Reuters) - Der Handelsriese Metro hat den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an seinem China-Geschäft in trockene Tücher gebracht.

Der Mehrheitsanteil gehe für einen Netto-Barerlös von mehr als 1,5 Milliarden Euro an die Wumei Technology Group, teilten die Düsseldorfer am Donnerstag mit. Metro behalte wie angekündigt einen Anteil von 20 Prozent an dem China-Geschäft. “Wir freuen uns, diese Transaktion trotz weltweit herausfordernder Umstände wie geplant abgeschlossen zu haben”, erklärte Metro-Chef Olaf Koch mit Blick auf die Corona-Pandemie. Metro komme durch den Verkauf einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem reinen Großhandelskonzern voran. Die Gelder aus der Transaktion stärkten die Bilanz, erhöhten die Liquiditätsreserven und verbesserten die Möglichkeiten für Investitionen.

Metro will sich zudem von der Supermarktkette Real trennen. Diese soll an den Investor SCP Group gehen. Der Abschluss dieses Geschäfts laufe “wie vorgesehen”.

Metro hatte sich bereits im vergangenen Oktober mit Wumei auf den Verkauf seiner Märkte in China geeinigt. Die Düsseldorfer sind seit 1996 in der Volksrepublik vertreten. Die Abgabe der Mehrheit am dortigen Geschäft ist Teil des strategischen Konzernumbaus von Metro-Chef Koch. Er will den Düsseldorfer Handelsriesen auf das Geschäft rund um die Großmärkte konzentrieren - Gastronomen, Hoteliers und Caterer stehen im Fokus. In China zieht es aber andere Kunden in die Märkte.

Die Corona-Krise macht derzeit besonders dem Geschäft mit Gastronomen und Hoteliers zu schaffen. So sind zahlreiche Restaurants durch die behördlichen Auflagen vorübergehend geschlossen. Das Geschäft mit anderen Kunden läuft dagegen. Metro fühle sich finanziell gut aufgestellt, hatte der Konzern erklärt. Dadurch und auch durch die Mittelzuflüsse aus den Verkäufen des China-Geschäfts und Real werde Metro nicht auf staatliche Hilfen zurückgreifen müssen, hatten die Düsseldorfer erklärt.

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