July 27, 2018 / 1:31 PM / 5 months ago

Zahl der Mittelmeer-Flüchtlinge bislang weit unter Vorjahr

A migrant waits to disembark from the rescue vessel Responder, a rescue boat run by the Malta-based NGO Migrant Offshore Aid Station (MOAS) and the Italian Red Cross (CRI), in the Italian harbour of Vibo Marina, Italy, October 22, 2016. Yara Nardi/Italian Red Cross press office/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. TPX IMAGES OF THE DAY

Genf/Berlin (Reuters) - In diesem Jahr haben bislang etwa 55.000 Flüchtlinge die Küsten Südeuropas erreicht und damit deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum.

Damals waren es mit über 110.000 gut doppelt so viele, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mitteilte. Etwa 1500 Menschen haben die Überfahrt nicht überlebt. In Spanien sind mit 21.000 Flüchtlinge die meisten angekommen. Das Land hat damit Italien als bevorzugtes Ziel abgelöst, wo etwa 18.000 ankamen. Vor allem West-Afrikaner würden nun Spanien häufig über Marokko anpeilen. Im Vergleich zur Flüchtlingszahl über die Mittelmeer-Route ist die der illegalen Einreiseversuche nach Deutschland offenbar nur leicht gesunken. Die Bundespolizei habe von Januar bis Juni 21.435 unerlaubt Eingereiste festgestellt, berichtete die “Heilbronner Stimme” (Samstagausgabe). Im ersten Halbjahr 2017 seien es noch knapp 25.000 gewesen.

Die meisten Einreisen hat es demnach an der Grenze zu Österreich gegeben, mit 5758 Fällen waren es aber auch weniger als im Vorjahr (8358). Dort wies die Bundespolizei Personen 2844 mal zurück. Auch an Flughäfen wurden mit 4695 (Vorjahr: 5345) weniger Versuche illegaler Einreisen registriert. Einen Anstieg gab es den Angaben zufolge an der deutsch-tschechischen Grenze, an der 2228 illegale Einreisen nach 1868 im Vorjahreszeitraum festgestellt wurden.

Im wochenlangen Asylstreit zwischen CDU und CSU war es vor allem um Zurückweisungen an der deutsch-österreichischen Grenze gegangen. Künftig sollen dort Flüchtlinge zurückgewiesen werden können, wenn diese in anderen EU-Staaten schon registriert sind und es Abkommen mit den jeweiligen Ländern gibt.

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