August 24, 2018 / 5:23 AM / 3 months ago

Handwerk für an klare Vorgaben geknüpften Spurwechsel in Asylpolitik

Hans Peter Wollseifer, head of the German central association of craftsmanship (Zentralverbandes des Deutschen Handwerks) addresses a news conference in Berlin, Germany, February 5, 2016 REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - In der Diskussion über neue Bleibeperspektiven für integrierte Asylbewerber schließt sich das Handwerk der Forderung nach einem an klare Bedingungen geknüpften sogenannten Spurwechsel an.

Mit einer gesetzlichen Übergangsregelung solle denjenigen Flüchtlingen ein Bleiberecht gewährt werden, die in Deutschland seien, hier arbeiteten und sich als integrationsfähig erwiesen hätten, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der “Augsburger Allgemeinen” (Freitagausgabe). “Flüchtlinge, die sich als absolut integrationswillig und -fähig erwiesen haben, sollten in unserer Gesellschaft willkommen sein.”

Dies solle auch für diejenigen gelten, die bislang nur geduldet seien, sagte Wollseifer. Ausgerechnet jene Menschen abzuschieben, die von deutschen Betrieben zu dringend gesuchten Mitarbeitern ausgebildet würden, sei vor “dem Hintergrund des bereits jetzt bestehenden Fachkräftemangels gesamtwirtschaftlicher Unsinn und oft zudem eine menschliche Tragödie”, sagte Wollsiefer. Der “Spurwechsel” sieht ein generelles Bleiberecht für abgelehnte Asylbewerber vor, wenn diese eine Arbeit oder Ausbildung vorweisen können.

Während die SPD sich für den sogenannten Spurwechsel mit einer Stichtagsregelung ausgesprochen hat, ist die CDU dagegen. Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer schwor die CDU-Mitglieder am Donnerstag auf eine klare Ablehnung ein. “Wir sind uns einig, dass das Grundrecht auf Asyl und die Einwanderung in den Arbeitsmarkt zwei unterschiedliche und voneinander unabhängige Systeme sind”, verwies sie in einem Brief an die Parteimitglieder auf die Entscheidung des Bundesvorstands vom Montag. Deshalb lehne die CDU einen “Spurwechsel” ab, schrieb Kramp-Karrenbauer. Stattdessen sei ein Fachkräftezuwanderungsgesetz wichtig.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below