June 22, 2020 / 10:30 AM / 23 days ago

Startups werben für Erleichterungen bei Mitarbeiterbeteiligungen

The city's skyline is pictured with the TV tower (Fernsehturm) and radio tower (Funkturm) during the evening in Berlin, Germany, August 19, 2019. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Startups in Deutschland fordern bessere Rahmenbedingungen für die Beteiligung von Mitarbeitern an Jungfirmen.

Dies sei ein Schritt, um Talente zu rekrutieren und zu behalten, sagte der Präsident des Startup-Bundesverbandes, Christian Miele, am Montag. Jungfirmen fällt es angesichts einer geringeren Kapitalisierung schwer, Mitarbeiter über Gehälter zu binden, weswegen sie Angestellten gern die Möglichkeit geben, am späteren Erfolg zu partizipieren. Damit wollen sie auch einen Teil des Risikos wettmachen, der mit der Anstellung einhergeht, da sie häufiger scheitern als herkömmliche Unternehmen. Derzeit würden Startups in Sachen Mitarbeiterbeteiligungen erheblich benachteiligt, sagte Miele und sprach sich für schnelle Nachbesserungen seitens der Bundesregierung aus. Der Startup-Beauftragte des Wirtschaftsministeriums, Thomas Jarzombek, hat bereits angekündigt, dieses Thema anzugehen.

“Die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen machen es Startups in Deutschland derzeit schwer, international akzeptierte und attraktive Programme für die Beteiligung von Mitarbeitern anzubieten”, sagte Jens Wenzel von der Großkanzlei Hengeler Mueller. Konkret wirbt der Bundesverband deswegen für die Schaffung einer eigenen Anteilsklasse im GmbH-Recht spezifisch für solche Beteiligungen, für eine Besteuerung erst nach dem Verkauf von Geschäftsanteilen sowie Freibeträge im Falle der Reinvestition von Mitteln in andere Startups als Gründer oder Geldgeber.

Um den Ist-Zustand darzustellen, gab der Startup-Verband eine Studie zu Mitarbeiterbeteiligungen (Employee Stock Option Plans, ESOP) in Auftrag, die am Montag Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellt werden soll. Demnach bezeichneten zwar 84 Prozent der insgesamt fast 2000 Befragten ein solches Programm als essenziell für den Firmenerfolg, jedoch gaben nur 14 Prozent echte Unternehmensanteile an Mitarbeiter heraus, die diese zu Gesellschaftern machten. Die Wirkung von Mitarbeiterbeteilungen gehe über das rein finanzielle hinaus, sagte der Chef der Digitalsparte der Boston Consulting Group, Stefan Groß-Selbeck, die ebenfalls an der Studie mitwirkte. Sie trügen zur Identifikation mit dem Unternehmen und der Gewinnung von Talenten bei.

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