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Wirtschaftsnachrichten

Startup-Firmen fordern Nachbesserungen bei Mitarbeiterbeteiligungen

FILE PHOTO: German Finance Minister Olaf Scholz attends a joint news conference with Justice Minister Christine Lambrecht in Berlin, Germany, October 7, 2020. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Der Bundesverband Deutsche Startups begrüßt die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz für eine Neuregelung der Mitarbeiterbeteiligungen, fordert aber Nachbesserungen.

“Die angekündigten Verbesserungen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung”, sagte Geschäftsführer Christoph Stresing der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Allerdings müssten die Pläne noch weiter an die Bedürfnisse von Startups angepasst und signifikante Verbesserungen für den Tech-Standort erreicht werden. “Insbesondere sollte der Anwendungsbereich der Regelungen möglichst weit gefasst werden, so dass viele Startups von den verbesserten Rahmenbedingungen profitieren können”, sagte Stresing.

Jungfirmen fällt es angesichts einer geringeren Kapitalisierung schwer, Mitarbeiter über Gehälter zu binden, weswegen sie Angestellten gern die Möglichkeit geben, am späteren Erfolg zu partizipieren. Damit wollen sie auch einen Teil des Risikos wettmachen, der mit der Anstellung einhergeht, da sie häufiger scheitern als herkömmliche Unternehmen.

Scholz plant eine Verdoppelung des steuerfreien Höchstbetrags, einen Steueraufschub für solche Beteiligungen und bürokratische Vereinfachungen. In der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” kündigte der Kanzlerkandidat der SPD an, den Gesetzentwurf zügig in die Ressortabstimmung zu geben, damit ihn das Bundeskabinett noch dieses Jahr beschließen kann. Stresing begrüßte vor allem den geplanten Steueraufschub, während die vorgesehene Verdopplung der Freibeträge “die Herausforderungen, vor denen Startups stehen, kaum adressiert”.

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