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Inlandsnachrichten

Merkel bremst bei Aufnahme von Moria-Flüchtlingen - "Brauchen Gesamtpaket"

German Chancellor Angela Merkel gestures as she holds a video news conference with European Council President Charles Michel and European Commission President Ursula von der Leyen following a virtual summit with China's President Xi Jinping, at the Chancellery in Berlin, September 14, 2020. REUTERS/Michele Tantussi/Pool

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel bremst in der Debatte über die Anzahl der Menschen, die Deutschland aus dem abgebrannten griechischen Flüchtlingslager Moria aufnehmen könnte.

“Es hat überhaupt keinen Sinn, jetzt nur über eine Zahl zu sprechen”, sagte Merkel am Montag zu entsprechenden Forderungen aus SPD und CDU. Deutschland sei bereit, Griechenland auf verschiedenen Wegen zu helfen, etwa beim Aufbau eines neuen europäischen Aufnahmezentrums für Flüchtlinge auf der Insel Lesbos.

“Ich hielte das für einen wichtigen Schritt zu einer stärkeren Europäisierung der Migrationspolitik”, sagte die Kanzlerin. Eine solche Einrichtung müsse anders als das abgebrannte Lager Moria internationalen Standards entsprechen. Deutschland werde sich einbringen und fühle eine besondere Verantwortung. Aber die Hilfe müsse in ein Gesamtkonzept eingebettet sein, weil Deutschland das Migrationsproblem nicht alleine lösen könne. “Die Konzentration auf die Zahl ist der falsche Ansatz”, betonte Merkel. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, dass die Kommission am 23. September ein Konzept für eine neue Migrationspolitik vorlegen werde.

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