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Inlandsnachrichten

Röttgen stellt die Erdgas-Frage - "Putin versteht nur die Sprache der Härte"

CDU party member Norbert Roettgen gestures during a news conference to announce his candidature as Party Chairman in Berlin, Germany February 18, 2020. REUTERS/Michele Tantussi

Berlin (Reuters) - Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen plädiert im Fall des nach deutschen Erkenntnissen vergifteten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny für ein hartes Vorgehen gegen die Führung in Moskau.

Dabei müsse auch die Frage der Erdgaslieferungen auf den Tisch, sagte Röttgen am Donnerstag im Deutschlandfunk. Er sei zwar nicht dafür, diese Lieferungen komplett abzuschneiden. Aber nun müsse alles auf den Prüfstand. Mit dem Thema der Erdgasverkäufe muss nach Röttgens Worten der russische Präsident Wladimir Putin nun unter Druck gesetzt werden. “Die einzige Sprache, die Putin versteht ist eine der Härte”, betonte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages und sprach sich für ein gemeinsames Vorgehen der Europäer aus. “Es muss eine politische europäische Antwort geben”, sagte Röttgen, der zu den Kandidaten für den CDU-Vorsitz gehört. Diplomatische Reaktionen allein reichten nicht mehr aus.

Die Bundesregierung hatte zuvor mitgeteilt, dass der bekannte Putin-Gegner Nawalny nach Erkenntnissen der Berliner Klinik Charite mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiftet wurde, der zur Nowitschok-Gruppe gehört. Das russische Außenministerium bezeichnete die deutschen Angaben laut Nachrichtenagentur RIA als unbegründet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte die russische Regierung auf, sich zu erklären. Zuletzt hatte sie eine Verknüpfung des Falls Nawalny mit dem Pipeline-Projekt Nord Stream 2 abgelehnt und gesagt, die Erdgas-Pipeline solle fertiggebaut werden.

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