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Inlandsnachrichten

Unions-Fraktion - Nawalny-Giftanschlag nur mit Hilfe russischer Regierung möglich

FILE PHOTO: Russian opposition politician Alexei Navalny takes part in a rally in Moscow, Russia February 29, 2020. REUTERS/Shamil Zhumatov/File Photo

Berlin (Reuters) - Nach Ansicht der Unions-Bundestagsfraktion war der Giftanschlag auf den Oppositionspolitiker Alexej Nawalny nur mit Hilfe der russischen Regierung möglich.

Der Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe, mit dem Nawalny vergiftet wurde, sei schwer zu beschaffen und könne nur aus hoch spezialisierten Laboren entstammen, teilte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, am Mittwoch mit. “Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion liegt daher auf der Hand, dass dieser Giftstoff nur mit Hilfe der russischen Regierung beschafft und hergestellt werden konnte.” Daher sei es richtig, dass der russische Botschafter einbestellt wurde. Deutschland müsse nun gemeinsam mit den anderen Staaten der Europäischen Union eine Position gegenüber Russland formulieren, die auch weitere Sanktionsschritte nicht ausschließe.

Die Bundesregierung hatte zuvor mitgeteilt, dass Nawalny nach Erkenntnissen der Charite mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiftet wurde, der zur Nowitschok-Gruppe gehört und bereits im Fall des russischen Ex-Doppelspions Sergej Srkipal eingesetzt wurde. Außenminister Heiko Maas bestellte daraufhin den russischen Botschafter ein. Nawalny wird seit dem 22. August in der Berliner Charite behandelt.

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