February 28, 2009 / 7:17 PM / 11 years ago

Beck - Staatliche Beteiligung an Opel nicht ausgeschlossen

- frei zur Veröffentlichung Sonntag 08.00 Uhr; frei für Sonntagszeitungen -

Berlin, 28. Feb (Reuters) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat eine staatliche Beteiligung als denkbaren Weg zur Rettung des Autobauers Opel bezeichnet. “Der Staat sollte sicher nicht Automobilunternehmer auf Dauer werden, aber ich schließe ausdrücklich zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, dass man sich auch in einer Beteiligung einbringt”, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk am Sonntag in einem vorab veröffentlichten Interview.

Rheinland-Pfalz sei bereit, seinen Beitrag zur Sanierung von Opel zu leisten. Allerdings sei das Konzept des Unternehmens darauf angelegt, dass sich auch andere europäische Standorte an dieser Anstrengung beteiligten. “Kein Weg ist verschlossen”, betonte Beck. “Aber es geht um eine Hilfe, es geht nicht um eine Verstaatlichung auf Dauer oder um staatliche Anteile, die auf Dauer angelegt sind.”

Mit dem am Freitag in Grundzügen vorgestellten Konzept zur Herauslösung von Opel aus dem US-Mutterkonzern General Motors(GM.N) schienen einige wichtige Fragen geklärt zu sein, sagte der Ministerpräsident. Dies betreffe etwa die Fragen, wer die Rechte und Patente an den Produkten des Autobauers halte und welche Erwartungen GM noch an eine eigenständige europäische Opel-Gesellschaft haben werde. “Diese Voraussetzungen sind prüffähig, und ich hoffe, dass sich darauf in tragfähiges Gesamtkonzept bis - ich will mal hoffen - Mitte April aufbauen lässt”, sagte Beck.

Keinesfalls dürfe ein staatliches Eingreifen zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Geholfen werden solle nur bis zu der Grenze, von der an das Unternehmen wieder überlebensfähig sei. “Wir wollen helfen, dass Wettbewerb wieder stattfinden kann”, sagte Beck. “Und ich glaube, alle, die vernünftig denken, sehen, dass Opel zum Portfolio der deutschen Automobilunternehmen immer dazugehört hat und - wie ich hoffe - auch weiter dazugehören wird.”

Reporter: Christoph Dreyer; redigiert von Christian Rüttger

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