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Osram kauft US-Software-Spezialist für Gebäudetechnik
August 23, 2017 / 9:21 AM / in 4 months

Osram kauft US-Software-Spezialist für Gebäudetechnik

München (Reuters) - Auf der Suche nach weiteren Zukäufen ist der Lichttechnikkonzern Osram in den USA fündig geworden.

A woman walks in the headquarters of lamp manufacturer Osram in Munich, Germany February 26, 2014. REUTERS/Michaela Rehle/File Photo

Die Münchner übernehmen den Software-Plattform-Anbieter Digital Lumens aus Boston, wie sie am Mittwoch mitteilten. Der Preis liege im mittleren zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich, sagte eine mit der Situation vertraute Person zu Reuters. Das US-Unternehmen mit 65 Mitarbeitern, das bisher einer Gruppe von Wagniskapitalfonds gehört, ist ein Spezialist für industrielle Internet-of-things-Anwendungen: Mit Hilfe der Plattform können in großen Gebäuden Steuerungselemente für Licht, Lüftung, Heizung oder Jalousien gebündelt werden. Zu den Kunden von Digital Lumens zählen etwa die Nahrungsmittelkonzerne Nestle und Dole oder die Fluggesellschaft SAS.

Osram sieht in der Digitalisierung von Gebäudetechnik große Wachstumschancen. Der Konzern mache den nächsten Schritt, “neue Geschäftsmodelle jenseits von Beleuchtung zu realisieren”, sagte Technikvorstand Stefan Kampmann. Die Verbindung von Software und Sensorik auf einer Plattform ermögliche ein besseres Verständnis der Nutzungs- und Umgebungsbedingungen von Räumen. Die Kunden können gegen eine monatliche Gebühr auf Sensordaten zugreifen und erhalten so einen genauen Überblick über die Kosten für den Unterhalt von Gebäuden. Laut Kampmann ist die Plattform offen für andere Hersteller von Lichtprodukten.

Konzernchef Olaf Berlien hatte Ende Juli gesagt, dass sein Haus weiter an Zukäufen interessiert sei und sich weltweit verschiedene Dinge angucke, vor allem kleinere Technologieanbieter oder Start-ups. Mit Übernahmen, Kooperationen und Beteiligungen wolle sich das Unternehmen in den Zukunftsfeldern autonomes Fahren, intelligente Lichtsteuerung und Industrie 4.0 stärken. Früheren Konzernangaben zufolge sind Zukäufe bis zu insgesamt 500 Millionen Euro möglich.

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