December 4, 2018 / 4:07 PM / 13 days ago

Das große Outing - CDU-Politiker für Kramp-Karrenbauer oder Merz

FILE PHOTO: Christian Democratic Union (CDU) candidates for the party chair Annegret Kramp-Karrenbauer and Friedrich Merz attend a regional conference in Duesseldorf, Germany, November 28, 2018. REUTERS/Thilo Schmuelgen/File Photo

Berlin (Reuters) - Wenige Tage vor der Wahl des neuen Parteichefs haben sich prominente CDU-Politiker mit einer öffentlichen Unterstützung entweder für Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer oder Ex-Fraktionschef Friedrich Merz positioniert.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und EU-Kommissar Günther Oettinger sprachen sich für Merz aus. Der Chef des Arbeitnehmerflügels CDA, Karl-Josef Laumann, sowie der Vorsitzende der kommunalpolitischen Vereinigung (KPV), Christian Haase, stellten sich dagegen hinter die frühere saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Angela Merkel an der CDU-Spitze.

Die CDU wählt am Freitag auf ihrem Bundesparteitag in Hamburg eine neue Parteispitze. “Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte”, sagte der 76-jährige Schäuble der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Mittwochsausgabe). “Die politischen Ränder würden wieder schwächer”. Es wird seit längerem vermutet, dass der baden-württembergische CDU-Politiker die Kandidatur von Merz gegen Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn unterstützt. Auch Schäubles baden-württembergische Parteifreund Oettinger stellte sich hinter Merz. “Ich werde auf dem Parteitag Friedrich Merz wählen”, sagte der 65-jährige frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg der “Stuttgarter Zeitung” und den “Stuttgarter Nachrichten”.

“Ich werde mich für Annegret Kramp-Karrenbauer einsetzen, weil ich glaube, dass sie politisch am breitesten aufgestellt ist”, sagte dagegen der KPV-Vorsitzende Haase dem “Handelsblatt”. “Wir brauchen jemanden, der zusammenhält und zusammenführt.” 461 der insgesamt 1001 Delegierten auf dem Bundesparteitag der CDU seien Mitglied der KPV. Allerdings sind viele Delegierte Mitglied in verschiedenen Vereinigungen. Und während sich die Mittelstandvereinigung (MIT) für Merz ausgesprochen hatte, stellte sich die Frauen-Union hinter Kramp-Karrenbauer. Auch der CDA-Vorsitzende Laumann machte sich laut “FocusOnline” für die Saarländerin stark. In einem Schreiben an die CDA-Mitglieder betone er zwar, dass es drei starke Kandidaten gebe. Dann heiße es aber weiter: “Ich bin sehr froh, dass zumindest Annegret Kramp-Karrenbauer unsere inhaltlichen Gedanken bereits aufgenommen hat.” Man spüre, dass Kramp-Karrenbauer bereits 30 Jahre Mitglied in der CDA sei “und ein Gespür für unsere Herzensthemen hat”, zitiert ihn FocusOnline.

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