October 8, 2018 / 7:22 AM / a month ago

Grüne vor Landtagswahlen weiter auf Höhenflug

Members of the German Green Party vote at a party congress in Berlin, Germany, November 25, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen bleiben die Grünen bundesweit auf Höhenflug.

Im Trendbarometer von RTL und n-tv vom Montag verbessern sie sich um einen Punkt auf 18 Prozent und erreichen damit ihren höchsten Wert seit sieben Jahren. Die Grünen liegen demnach zwei Prozentpunkte vor der SPD mit unveränderten 16 Prozent und 4 Prozentpunkte vor der AfD, die auf 14 Prozent zurückfällt. Gleich bleiben die Werte für die Union mit 28, die FDP mit 9 und die Linke mit 10 Prozent.

CDU und CSU verlieren der Umfrage des Instituts Forsa zufolge mehr als doppelt so viele frühere Wähler (21 Prozent) an die Grünen als an die AfD (9 Prozent). Weitere 15 Prozent bisherige Unions-Wähler wanderten zur FDP ab, 9 Prozent zur SPD und 7 Prozent zu sonstigen Parteien. 39 Prozent würden derzeit gar nicht wählen gehen. “Die innerhalb der Union vorherrschende Meinung von der massenhaften Abwanderung enttäuschter Unions-Wähler zur AfD entspricht nicht der Realität”, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Die Hälfte der aktuellen Befürworter der Grünen habe bei der vergangenen Bundestagswahl der Partei nicht die Stimme gegeben, hieß es in der Umfrage weiter. Die meisten “Neu-Grünen” hätten 2017 die SPD (42 Prozent), ein großer Teil aber auch die Union (25 Prozent) gewählt. Die übrigen “Neu-Grünen” seien bisherige Wähler der FDP (7 Prozent), der Linken (8 Prozent) oder haben gar nicht (16 Prozent) oder eine der sonstigen Parteien (2 Prozent) gewählt. Von den AfD-Wählern sei jedoch keiner zu den Grünen gewechselt.

“Die Grünen profitieren vor allem von der anhaltenden Schwäche der SPD, können aber auch frühere Wähler der Union an sich binden”, sagte Güllner der Mediengruppe RTL. Die Partei habe derzeit die Chance, über ihre Kernwählerschaft hinaus auch für Teile der Mitte der Gesellschaft wählbar zu werden. Allerdings fehle ihnen nach wie vor eine ausreichende Verankerung in der ostdeutschen Wählerschaft.

Befragt wurden 2002 Personen vom 1. bis 5. Oktober.

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