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Ex-AfD-Chefin Petry will mit den "Blauen" die CSU angreifen
13. Oktober 2017 / 05:00 / in 7 Tagen

Ex-AfD-Chefin Petry will mit den "Blauen" die CSU angreifen

Berlin (Reuters) - Die frühere AfD-Chefin Frauke Petry will mit einer neuen “Blauen Partei” konservative Wähler des rechten Parteispektrums für sich gewinnen.

Frauke Petry, chairwoman of the anti-immigration party Alternative fuer Deutschland (AfD) speaks as she leaves a news conference in Berlin, Germany, September 25, 2017. REUTERS/Fabrizio Bensch - UP1ED9P0Q96Y0

“Wir werden in den kommenden Monaten das Bürgerforum ‘Blaue Wende’ vorstellen, in dem man sich mit und ohne Parteibuch unabhängig von der Farbe engagieren kann”, sagte Petry im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitagausgaben). “Blau steht für konservative, aber auch freiheitliche Politik in Deutschland und in Europa. Blau ist die Farbe, die zuerst die CSU in Bayern politisch populär gemacht hat. Daran gilt es bundesweit anzuknüpfen.”

Auch an der konservativen CDU der Achtzigerjahre will sich Petry orientieren. “Ich erinnere zum Beispiel an die ‘geistig-moralische Wende’, die Helmut Kohl schon 1980 wider den 68er Zeitgeist ausgerufen hat, zu der es aber nie gekommen ist”, sagte sie. Auf der Liste der Blauen Partei sollen Mitstreiter der “Blauen Wende” zu Wahlen antreten. “Etwa jeder dritte Deutsche würde sich gern für ein vernünftiges konservatives Politikangebot entscheiden, viele davon haben am 24. September aus Verzweiflung FDP, AfD oder gar nochmal Merkel gewählt”, sagte Petry. “Mit diesen Bürgern wollen wir realistische Lösungen für die Aufgaben der kommenden Jahre diskutieren, sie vernetzen und uns auf kommende Wahlen vorbereiten.”

Petry erklärte, ihre Mandate im Bundestag und im sächsischen Landtag behalten zu wollen, die sie als AfD-Kandidatin errungen hatte. Sie wolle die parlamentarische Basis für Veranstaltungen des Bürgerforums nutzen. “Das Mandat, auch wenn es mit Parteimitteln errungen wurde, ist kein Eigentum der Partei. Ein freies Mandat beinhaltet eine Loyalität dem Wähler gegenüber. Daher werden wir unsere Pauschalen und Mitarbeiter für professionelle Politik im Parlament und im Wahlkreis einsetzen, so wie wir das bereits im Landtag seit 2014 bewiesen haben.”

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