May 18, 2018 / 7:29 AM / 4 days ago

RAG-Stiftung steigt bei Pfandbriefbank ein

Frankfurt/Düsseldorf (Reuters) - Die RAG-Stiftung ist beim Immobilienfinanzierer pbb Deutsche Pfandbriefbank eingestiegen.

The name of German lender Hypo Real Estate 'Deutsche Pfandbriefbank AG' is pictured in front of the company's headquarters in Unterschleissheim October 15, 2010. Former Hypo Real Estate chief executive Georg Funke won a preliminary ruling and was awarded 150,000 euros ($211,000) in a suit over claims he was wrongfully dismissed after the 2008 bailout of the lender. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: BUSINESS CRIME LAW POLITICS CITYSCAPE)

Die Stiftung, die mit ihrem Vermögen für die Folgekosten des Steinkohle-Bergbaus in Deutschland aufkommen soll, erwarb eine Beteiligung von 4,5 Prozent an der pbb. “Die Bank ist strategisch gut aufgestellt und bietet mit dem risikoarmen Geschäftsmodell und der guten Dividendenrendite ein attraktives Risiko-Rendite-Profil”, sagte RAG-Finanzchef Helmut Linssen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. “Unserer Meinung nach passt das sehr gut zur Anlagestrategie der RAG-Stiftung.”

Die wichtigste Beteiligung der RAG-Stiftung ist der Chemiekonzern Evonik. In den vergangenen Jahren hat die Stiftung versucht, ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie zu reduzieren. Mit dem Einstieg bei der pbb diversifiziere die Stiftung nun ihre Kapitalanlagen weiter, sagte Linssen. Wenn sich Gelegenheiten ergeben, seien weitere Investitionen in die Finanzbranche nicht ausgeschlossen. Linssen wollte sich nicht dazu äußern, ob die Stiftung ihre Beteiligung an der pbb ausbauen will. Nach Reuters-Daten ist die Stiftung bereits jetzt zweitgrößter Aktionär des Immobilienfinanzierers.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich der deutsche Staat fast komplett aus der pbb zurückgezogen und ein Aktienpaket von 16,5 Prozent für 287 Millionen Euro an institutionelle Investoren veräußert. An dem Nachfolgeinstitut der in der Finanzkrise zusammengebrochenen Hypo Real Estate hält der Bund nun noch 3,5 Prozent.

Seit dem Anteilsverkauf war darüber gerätselt worden, welcher “langfristig orientierter institutioneller deutscher Investor” bei dem Verkauf der Staatsanteile 4,5 Prozent erwarb. Am Freitag gab sich die RAG-Stiftung zu erkennen.

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