July 7, 2011 / 6:36 AM / 8 years ago

CDU-Vize wirbt für begrenzte Zulassung von Embryonen-Gentests

Human genetic material is stored at a laboratory in Munich May 23, 2011. REUTERS/Michael Dalder

Berlin (Reuters) - Unmittelbar vor Beginn der entscheidenden Beratungen im Bundestag hat die stellvertretende CDU-Vorsitzende Ursula von der Leyen für die begrenzte Zulassung von Gentests an Embryonen geworben.

Es gehe um eine kleine Gruppe von Paaren, die eine lange Leidenszeit mit Fehlgeburten hinter sich hätten, sagte von der Leyen am Donnerstag in der ARD. Diese Paare bäten darum, dass die im Reagenzglas gezeugten Embryonen vor der Einsetzung in den Mutterleib auf mögliche Erbkrankheiten untersucht würden. Es gehe nicht um “Designerbabys” mit bestimmten Eigenschaften. “Diese Sorge ist unbegründet”, sagte die Bundesarbeitsministerin.

Der Bundestag stimmt voraussichtlich gegen Mittag über die Zulassung der Gentests an Embryonen ab. Wegen der Brisanz des Themas wurde der Fraktionszwang aufgehoben, die Abgeordneten sollen nach ihrem Gewissen über die Präimplantationsdiagnostik (PID) entscheiden.

Dem Parlament liegen mehrere Gruppenanträge vor, die jeweils Befürworter aus allen Fraktionen finden. Sie reichen von einem strikten Verbot bis hin zur Zulassung unter strengen Auflagen. Bis zuletzt zeichnete sich noch keine eindeutige Mehrheit ab. Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf Gendefekte untersucht, um gegebenenfalls aussortiert zu werden.

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