May 7, 2020 / 7:58 AM / in 23 days

ProSieben-Chef - Bisher noch keine strategischen Gespräche mit Mediaset

The logo of Germany's biggest commercial broadcaster ProSiebenSat.1 Media AG is pictured next to their headquarters in Unterfoehring, near Munich, Germany in this February 26, 2014 file photo. German broadcaster ProSiebenSat.1 and German publishing house Axel Springer are in early-stage merger talks, a source familiar with the matter said on July 6, 2015. REUTERS/Michaela Rehle

Berlin (Reuters) - Der neue ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean hat noch keine strategischen Gespräche mit dem italienischen Großaktionär Mediaset geführt.

“Wir haben regelmäßig Kontakt”, sagte Beaujean am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Dies sei ein “ganz normaler Austausch” der ProSieben-Abteilung für Investor Relations wie mit anderen Eigentümern auch. Aber strategische Verhandlungen habe er mit der von der Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierten Mediaset noch nicht geführt. Die Holding hatte zuletzt ihren Anteil auf rund 24,2 Prozent an dem Münchener TV-Konzern erhöht.

Beaujean hat Ende März den bisherigen Chef Max Conze abgelöst. Dieser hatte dem Werben der Italiener für eine engere Kooperation bis hin zu einer Fusion eher die kalte Schulter gezeigt. Beaujean wies daraufhin hin, dass Mediaset allerdings direkt weniger als zehn Prozent hielten. “Den Rest haben sie sich über Derivate gesichert.” Wenn die Italiener Stimmrechte ausüben wollten, müssten sie diese Aktien tatsächlich auch physisch besitzen oder sich leihen. “Darüber habe ich derzeit keine Kenntnis.” Kurz vor der Hauptversammlung am 10. Juni werde man hierzu mehr Klarheit haben, sagte Beaujean.

Im Markt wird spekuliert, dass Mediaset seinen Anteil auf knapp 30 Prozent ausweiten könnte. Die Berlusconi-Familie will ihre Pläne für eine europäische Dachgesellschaft Media For Europe (MFE) vorantreiben, unter die auch ProSieben schlüpfen könnte. Allerdings streitet sich Mediaset beim Aufbau von MFE noch mit seinem eigenen Großaktionär, dem französischen Konzern Vivendi. Dies bremst das Vorhaben derzeit. Investoren um den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky halten zehn Prozent an ProSieben.

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