October 25, 2019 / 11:15 AM / 24 days ago

ProSieben-Chef begrüßt Einstieg von Metro-Investor Kretinsky

The logo of Germany's biggest commercial broadcaster ProSiebenSat.1 Media AG is pictured in front of the headquarters in Unterfoehring, near Munich February 26, 2014. Picture taken February 26, 2014. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: MEDIA BUSINESS LOGO)

Berlin (Reuters) - ProSiebenSat.1-Chef Max Conze sieht den Einstieg der Metro-Investoren Daniel Kretinsky und Patrik Tkac bei seinem Fernsehkonzern positiv.

“Ich glaube, die verstehen, was wir tun”, sagte Conze am Freitag zu Journalisten in Berlin. Er räumte aber ein, dass er die genauen Absichten der Investoren noch nicht kenne. In den nächsten Wochen werde er sich mit ihnen zusammensetzen. Die Holding Czech Media Invest, an der der tschechische Milliardär Kretinsky 50 Prozent und der slowakische Investor Tkac 40 Prozent halten, stieg jüngst mit rund vier Prozent an dem Betreiber von ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und mehreren Spartensendern ein. Kretinsky und Tkac waren in Deutschland bekannt geworden, als sie vergeblich versucht hatten, den Handelskonzern Metro zu übernehmen. Dort halten die beiden immer noch 17,5 Prozent.

Conze bekräftigte, dass die Transformation der Sendergruppe noch Zeit brauche. Er führe viele Gespräche mit strategischen Investoren. “Da gibt es durchaus breites Interesse, in ProSieben zu investieren.” Conze äußerte sich auch zum Verkaufsprozess für die Fernseh- und Film-Produktions-Tochter in den USA. Red Arrow mache interessante Produktionen, aber der Konzern setze künftig stärker auf lokale Inhalte. “Am Ende des Tages ist es ein tolles Geschäft, aber nicht so supersynergistisch mit dem, was wir in Deutschland machen.” Es gebe Interesse von gut 20 Parteien. “Das ist eine breite Gruppe von europäischen und amerikanischen globalen Medienunternehmen, Private Equity und strategischen Investoren.”

Wenn der Preis stimme, könnte ProSieben verkaufen, um Geld in seine E-Commerce-Sparte Nucom zu stecken, sagte Conze. Vor Weihnachten könnte es ein Ergebnis geben. Mit der Online-Tochter peile man 2019 einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. In den nächsten Jahren könnte es zu einem Börsengang von Nucom als Ganzes oder von Teilen kommen. “Ich will aber die Mehrheit an diesem Geschäft behalten.” Bis dahin wolle man mit Nucom weiter wachsen - organisch oder über Zukäufe. Bei Übernahmen schaue man allerdings streng auf die Kosten. “Wir kaufen nichts zu verrückten Preisen.” Er würde sich aber nicht wundern, sagte Conze, “wenn in den nächsten zwölf Monaten etwas passiert.”

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