November 7, 2019 / 6:44 AM / 11 days ago

Konjunkturflaute trifft ProSieben - Sorge um Werbemarkt im 4. Quartal

The logo of Germany's biggest commercial broadcaster ProSiebenSat.1 Media AG is pictured in front of their headquarters in Unterfoehring, near Munich, Germany in this February 26, 2014 file photo. German broadcaster ProSiebenSat.1 and German publishing house Axel Springer are in early-stage merger talks, a source familiar with the matter said on July 6, 2015. REUTERS/Michaela Rehle

Berlin (Reuters) - Die Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 bekommt die Konjunkturabkühlung zu spüren und blickt trotz Umsatzanstiegs skeptisch auf das Jahresende.

Der Konzern bekräftigte zwar am Donnerstag seine Prognose für das Geschäftsjahr 2019, musste aber bereits im dritten Quartal ein deutlich schwächeres TV-Werbegeschäft wegstecken. Finanzchef Rainer Beaujean monierte eine äußerst geringe Planbarkeit im wichtigen Kerngeschäft, dem Fernsehwerbemarkt. Hinzu kämen steigende makroökonomische Unsicherheiten. “Deshalb gehört es zu unserer Verantwortung, auf die finanziellen Auswirkungen eines möglichen negativen Szenarios hinzuweisen.”

Demnach würde sich der bereinigte Gewinn (Ebitda) im laufenden vierten Quartal um bis zu 60 Millionen Euro verringern, sollten die gesamten TV-Werbeerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich sinken. In diesem Falle würde das Ergebnis im Gesamtjahr stärker als geplant auf bis zu 850 Millionen Euro fallen, erläuterte der Finanzchef. Im dritten Quartal sanken die Fernsehwerbeumsätze bereits um sechs Prozent.

Trotz der Unsicherheit habe man sich bewusst entschieden, weiter in die E-Commerce-Sparte Nucom und das Unterhaltungsgeschäft zu investieren, sagte Beaujean. Bisher plant die Sendergruppe aus Unterföhring für 2019 mit einem Anstieg der Erlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer Umsatzrendite (bereinigtes Ebitda-Marge) am unteren Ende der Spanne von 22 bis 25 Prozent. Zwischen Juli und September steigerte ProSiebenSat.1 seinen Umsatz um vier Prozent auf 926 Millionen Euro und profitierte von seinem Digital- und Produktionsgeschäft. “Inzwischen kommen 56 Prozent unseres Umsatzes aus dem Nicht-TV-Werbegeschäft – und dieser Bereich hat im dritten Quartal um 13 Prozent zugelegt”, sagte Konzernchef Max Conze. Der bereinigte Gewinn brach um 25 Prozent auf 131 Millionen Euro ein.

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