March 5, 2020 / 7:40 AM / a month ago

Rückgang der Fernseh-Werbeerlöse bremst Gewinn bei ProSieben

The logo of Germany's biggest commercial broadcaster ProSiebenSat.1 Media AG is pictured in front of the headquarters in Unterfoehring, near Munich February 26, 2014. Picture taken February 26, 2014. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: MEDIA BUSINESS LOGO)

Berlin (Reuters) - Spürbar sinkende TV-Werbeeinnahmen und Investitionen in den Konzernumbau haben den Gewinn der Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 2019 gedrückt.

Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) fiel um 14 Prozent auf 872 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 4,14 Milliarden Euro und profitierte von einem anziehenden Produktions- und Digitalgeschäft. “Der Umbau von ProSiebenSat.1 zum diversifizierten Digitalkonzern kommt gut voran”, sagte Konzernchef Max Conze. So sei der Umsatz im Nicht-TV-Werbegeschäft um zwölf Prozent gewachsen und mache nun 52 Prozent der gesamten Erlöse aus.

Für 2020 peilt der Konzern weitgehend stagnierende Gewinne und ein Umsatzplus von rund vier Prozent an. “In diesem Ausblick sind jedoch die möglichen Auswirkungen, die eine weitere Ausbreitung des Coronavirus auf Investitionsentscheidungen von Werbekunden haben könnte, nicht berücksichtigt”, sagte Finanzchef Rainer Beaujean. Die Konjunkturentwicklung in Deutschland bleibe unsicher. Beim TV-Werbegeschäft erwarte man 2020 einen schwachen Start und Aufwind ab Jahresmitte. Im vergangen Jahr waren diese Umsätze um fünf Prozent geschrumpft.

Conze versucht, ProSiebenSat.1 breiter aufzustellen und so die Abhängigkeit vom strukturell sinkenden TV-Werbemarkt zu verringern. So soll der Anteil der Erlöse des digitalen und smarten Werbegeschäfts am Umsatz in der Unterhaltungsparte langfristig auf 25 von neun Prozent steigen. Zudem soll der Anteil des Digitalgeschäfts am Konzernumsatz von rund einem Drittel auf über die Hälfte klettern. Wichtiger Baustein ist hier die neue Videoplattform Joyn, mit inzwischen gut sieben Millionen monatlichen Nutzern. Sie bündelt Livestreams von über 50 TV-Sendern und bietet eigene Serien, Shows und exklusive Inhalte, um die Abwanderung junger Zuschauer zu Netflix und zum Videodienst von Amazon zu bremsen.

Umsatz und Gewinn lagen 2019 bei ProSiebenSat.1 weitgehend im Rahmen der eigenen Erwartungen und der der Finanzmärkte. Die Dividende soll bei 0,85 Euro je Aktie liegen, nach 1,19 Euro.

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