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Unternehmensnachrichten

ProSieben setzt auf Jahresendspurt - Längerer Lockdown aber Risiko

A woman walks by a huge logo of Germany's broadcaster ProSiebenSat.1 Media AG before the annual shareholders meeting in Munich June 16, 2003. ProSiebenSat.1 presented shareholders a plan on Monday to put Germany's largest commercial broadcaster on a new footing after a takeover by U.S. media billionaire Haim Saban failed 10 days ago. REUTERS/Alexandra Winkler REUTERS AX/WR

Berlin (Reuters) - Die Senderkette ProSiebenSat.1 setzt auf ein weiter anziehendes Fernseh-Werbegeschäft zum Jahresende.

“Der November ist sehr stark, stärker als im vergangenen Jahr, und er bleibt stark”, sagte Konzernchef Rainer Beaujean am Freitag auf einer Technologie- und Medienkonferenz von Morgan Stanley. Der Dezember sei auf einem ähnlichen Niveau. “Ich bin sehr optimistisch” fügte Beaujean hinzu. Er räumte aber ein, dass die Entwicklung auch davon abhänge, ob die Einschränkungen rund um den Teil-Lockdown wegen der Virus-Pandemie über den November hinaus verlängert oder gar verschärfen würden. Bisher geht der Fernsehkonzern davon aus, dass der operative Gewinn 2020 wegen der Corona-Krise auf 600 bis 650 (Vorjahr: 872) Millionen Euro sinkt.

Die Großaktionäre CMI um den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky und der US-Finanzinvestor KKR stünden hinter der Strategie von ProSiebenSat.1, sagte Beaujean. “CMI und KKR sind offenbar Fans von dem, was wir tun.” Mit dem von der Familie des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierten italienischen Medienkonzern Mediaset, einem weiteren Großaktionär, gebe es keine Gespräche.

Zum Thema Konsolidierung auf dem europäischen TV-Markt sagte Beaujean, ProSieben habe einen klaren Fokus auf Unterhaltung. “Jeder hat eine Idee, etwas anders zu machen. Ich bin bereit zuzuhören.” Der ProSieben-Chef betonte aber auch: “Wir brauchen niemanden, der unser Unternehmen führt - es geht uns gut, wir zahlen unsere Schulden zurück.” Wichtig sei bei der Frage von Kooperationen oder gar Fusionen: “Sie müssen mir erklären, was wir gemeinsam besser machen können als allein.”

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