April 26, 2019 / 10:36 AM / 3 months ago

Puma hat genug Ware - China verhilft zu Rekordquartal

April 13, 2019; Oakland, CA, USA; Detail view of Puma shoes worn by Golden State Warriors center DeMarcus Cousins (0) during the first quarter in game one of the first round of the 2019 NBA Playoffs against the LA Clippers at Oracle Arena. Mandatory Credit: Kyle Terada-USA TODAY Sports

München (Reuters) - Der fränkische Sportartikelhersteller Puma kommt mit Engpässen in der Produktion in Asien besser zurecht als der große Rivale Adidas und blickt auf ein Rekordquartal zurück.

“Das erste Quartal war das beste in der Geschichte von Puma”, sagte Vorstandschef Björn Gulden am Freitag in Herzogenaurach. Anders als Adidas habe Puma die Lagerbestände rechtzeitig um 19 Prozent erhöht, da die Zulieferer in Asien mit der Produktion von Textilien derzeit kaum hinterherkommen. Anne-Laure Descours, die sich als Vorstand von Hongkong aus um den Einkauf kümmert, habe gebeten, früher Ware bestellen zu dürfen, um nicht in Kapazitätsprobleme hineinzulaufen, sagte Gulden. Adidas hatte vor kurzem über mangelnden Textilien-Nachschub für die USA geklagt.

“Zurzeit haben wir keine Verzögerungen”, sagte Gulden. Die Verwerfungen in China angesichts des Handelsstreits mit den USA hätten Puma sogar genutzt. Durch die Verlagerung der Produktion aus China in andere Länder seien dort Kapazitäten frei geworden, um den Bedarf im Land selbst zu decken. “Wir hatten ein bisschen Glück. Jetzt sind wir dort schneller.” China ist mit einem Plus von 40 bis 50 Prozent der Wachstumsmotor von Puma. “Und China ist für uns der profitabelste Markt”, sagte Gulden. Die Preise im Handel seien dort am höchsten, zudem halte sich der Aufwand in Grenzen, weil das Geschäft auf wenige große Händler konzentriert sei.

Zweistellige Zuwachsraten in Asien und Amerika ließen den Umsatz im ersten Quartal währungsbereinigt um 15 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro steigen. Die Rohertragsmarge verbesserte sich auf 49 (48,2) Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um elf Prozent auf den Rekordwert von 143 Millionen Euro. Die Zahlen lagen damit leicht über den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten.

Für eine Erhöhung der Prognose für das Gesamtjahr sei es aber zu früh, betonte Gulden. “Natürlich haben wir noch Luft nach oben, aber wir bleiben vorsichtig.” Die Unsicherheiten, etwa durch die Konjunktur und den Brexit, blieben bestehen. Puma hat sich für 2019 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von zehn Prozent vorgenommen, das Ebit soll zwischen 395 Millionen und 415 Millionen Euro landen. Das wären bis zu 23 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

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