June 25, 2020 / 8:15 AM / 13 days ago

Neuer Real-Eigner sieht rund 30 Filialen vor dem Aus

The logo of Real is pictured at the entrance to a supermarket, after Real's owner Metro said it had reached a deal to sell Real, which has around 34,000 employees and about 270 stores, to X+Bricks and the SCP Group, in Neuss near Duesseldorf, February 12, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay

Düsseldorf (Reuters) - Der neue Real-Eigner, der Investor SCP Group, hält nach der Übernahme der Supermarktkette an ihren Plänen für das Aus von Filialen fest.

“Basierend auf der Einschätzung von SCP Retail Investments haben etwa 30 Geschäfte derzeit keine tragfähige Zukunft”, teilte der Investor am Donnerstag mit. Zuvor hatte er die Übernahme der Kette mit rund 34.000 Beschäftigten vom bisherigen Eigner Metro endgültig besiegelt. SCP hatte bereits den Verkauf von 141 der rund 270 Real-Märkte an die Konkurrenten Kaufland und Edeka vereinbart. Kaufland wolle 88 und Edeka 53 Real-Märkte übernehmen. Es könnten im Falle Kauflands aber noch mehr werden. Der Einzelhändler hat Mitte Juni beim Kartellamt die Übernahme von bis zu 101 Real-Standorten zur Prüfung angemeldet. Die Wettbewerbshüter müssen noch über diese Transaktionen entscheiden.

Die Gewerkschaft Verdi hatte immer wieder vor einer Zerschlagung von Real gewarnt. Tausende von Arbeitsplätzen seien bedroht.

Metro hatte Mitte Februar den Verkauf von Real an SCP bekanntgegeben. Nun wurde die Transaktion endgültig in trockene Tücher gebracht. Mit dem Abschluss starte die SCP Group über ihre Tochtergesellschaft SCP Retail Investments die Steuerung aller Real-Geschäftsbereiche, erklärte der Investor. Gemeinsam mit ihrem Partner, der x+bricks Group, werde sie “die Neupositionierung des Immobilienportfolios betreuen”. Rund 80 Real-Immobilien gehen ebenfalls an den Investor.

Metro-Chef Olaf Koch will den Konzern auf das Geschäft rund um den Großhandel konzentrieren, Real hatte deshalb keinen Platz mehr unter dem Dach des Düsseldorfer Konzerns. Auch vom Mehrheitsanteil am China-Geschäft hat sich Koch getrennt. Rund 1,9 Milliarden Euro aus beiden Transaktionen fließen in die Kassen der Metro.

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