August 30, 2018 / 6:05 AM / 3 months ago

Zuwanderer bei ausländerfeindlichem Übergriff in Wismar verletzt

Berlin (Reuters) - Wenige Tage nach den Ausschreitungen in Chemnitz ist ein Zuwanderer in Wismar Opfer eines ausländerfeindlichen Übergriffs geworden.

Der 20-Jährige war nach Angaben der Polizei vom Donnerstag auf dem Heimweg, als er von drei deutsch sprechenden Tatverdächtigten angehalten und ausländerfeindlich beschimpft worden sei. Zwei Verdächtige hätten ihm anschließend ins Gesicht, der dritte habe ihm mit einer Eisenkette gegen Schulter und Rippen geschlagen. Anschließend hätten ihn die drei Männer am Boden getreten. Dem Zuwanderer wurden unter anderem die Nase gebrochen, dazu kommen Hämatome in Gesicht und Oberkörper.

In Chemnitz war es nach dem Tod eines Deutschen zu ausländerfeindlichen Protesten gekommen. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt zwei Migranten, den Mann in der Nacht zum Sonntag erstochen zu haben. Rechte Gruppierungen riefen daraufhin zu Protesten auf. Nach mehreren nichtöffentlichen Terminen will Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Abend mit Bürgern ins Gespräch kommen. Der CDU-Politiker hat die von rechten Gruppierungen angestachelten Proteste, bei denen Migranten bedroht und der verfassungsfeindliche Hitler-Gruß gezeigt wurden, als inakzeptabel bezeichnet. Die als rechts eingestufte Bürgerbewegung “Pro Chemnitz” hat zu einer Kundgebung aufgerufen, mit der der Ministerpräsident empfangen werden soll.

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