May 27, 2019 / 10:08 AM / 3 months ago

Behörde stellt Regulierung "light" für Glasfasernetze in Aussicht

Jochen Homann, President of Germany's Federal Network Agency (Bundesnetzagentur) addresses the media prior to the auction of spectrum for 5G services at the Bundesnetzagentur headquarters in Mainz, Germany, March 18, 2019. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Die Bundesnetzagentur ebnet den Weg für den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland.

Die Regulierung für diese Netze, die für das schnelle Internet als Grundvoraussetzung gelten, könne auf das “absolut erforderliche Mindestmaß” beschränkt werden, erklärte der Präsident der Bonner Behörde, Jochen Homann, am Montag. “Wenn der diskriminierungsfreie Zugang von Wettbewerbern zur Glasfaser gewährleistet ist, können wir uns auf eine Regulierung ‘light’ beschränken.” Damit werde der Grundstein gelegt für mehr Investitionen in Glasfaser. Für die Unternehmen solle es attraktiver sein, Kooperationen einzugehen oder eigene Preismodell zu verhandeln.

Glasfaseranschlüsse ermöglichen Datenübertragungsraten von 1000 Megabit und gelten als Voraussetzung dafür, dass künftige Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 oder autonomes Fahren umgesetzt werden könne. Deutschland hinkt beim Glasfaserausbau anderen Ländern hinterher, viele Flecken in der Republik sind noch unerschlossen. Die Bundesregierung hat den Ausbau der Glasfasernetze als eine Priorität in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten: Bis 2025 wird eine flächendeckende Versorgung mit Gigabit-Netzen angestrebt.

Konkret geht es in dem Entwurf der Bundesnetzagentur um die Regulierung der sogenannten “letzten Meile”, also die letzten Meter vom Verteilerkasten an der Straße bis in die Wohnung. Diesen Teil mit Glasfaser auszustatten ist besonders teuer. Die Behörde erklärte in ihrem Entwurf, die bisherigen Vorschriften für das bestehende Kupfernetz der Deutschen Telekom seien auf die neu zu errichtenden Glasfasernetze nicht übertragbar. Sie müssten nicht so detailliert reguliert werden. Wie die neuen Vorschriften konkret aussehen, soll im Herbst feststehen. Ab Anfang 2020 sollen sie dann gelten.

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