January 12, 2008 / 9:59 AM / 11 years ago

VdK fordert bessere Riester-Bedingungen für Geringverdiener

Berlin (Reuters) - Der Sozialverband VdK verlangt von der Bundesregierung Änderungen bei der Riester-Rente für Geringverdiener.

Das zusätzliche Einkommen aus einer Riester-Rente dürfe künftigen Senioren mit niedrigen gesetzlichen Bezügen nicht aufs Einkommen angerechnet werden, sagte der Chef des Sozialverbandes mit 1,4 Millionen Mitgliedern, Walter Hirrlinger, dem Magazin “Focus” laut Vorabbericht vom Samstag. Zumindest müsse ein Freibetrag her. “Die Politik ist zum Handeln gezwungen”. Zugleich kündigte er an, Druck auszuüben: “Wir werden keine Ruhe geben. Das würde sich als Wahlkampfthema eignen.”

Das ARD-Magazin “Monitor” hatte berichtet, durch die Anrechnung des Riester-Einkommens auf die Grundsicherung liefen Millionen künftiger Rentner Gefahr, trotz Zusatzvorsorge im Alter nicht eeinen zusätzlichen Euro in der Tasche zu haben. Darunter fielen nicht nur Hartz-IV-Empfänger sondern auch Durchschnittsverdiener. Bei der Grundsicherung handelt es sich um Sozialhilfe im Alter, die Senioren mit keinen oder geringen Rentenansprüchen erhalten. Nach geltender Rechtslage werden von dieser steuerfinanzierten Hilfe sämtliche Einkünfte und so auch die Riester-Rente abgezogen.

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