November 26, 2019 / 7:46 AM / 16 days ago

Kursstürze der Töchter belasten Rocket Internet

The logo of of Rocket Internet, a German venture capital group is pictured in this September 24, 2014 illustration photo. REUTERS/Dado Ruvic/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH ÒBUSINESS WEEK AHEAD SEPTEMBER 19Ó FOR ALL IMAGES

Düsseldorf (Reuters) - Die Kursstürze seiner Töchter Jumia und Global Fashion haben dem Startup-Investor Rocket Internet im dritten Quartal einen Verlust eingebrockt.

Nachdem im Halbjahr noch ein Gewinn von 548 Millionen Euro zu Buche stand, lag das Ergebnis nach neun Monaten nur noch bei 285 (Vorjahr: 296,3) Millionen Euro. “Das Ergebnis der ersten neun Monate liegt auf dem Niveau des Vorjahres und da alle unsere ausgewählten Unternehmen inzwischen börsennotiert sind, unterliegen auch ihre Marktwerte den Schwankungen der Aktienmärkte”, begründete Firmengründer und Vorstandschef Oliver Samwer am Dienstag die Gewinnentwicklung. Der Manager fügte hinzu, seit Januar 2018 habe Rocket Internet 20 neue, internetbasierte Geschäftsmodelle gegründet und unterstütze sie auch operativ. Die liquiden Mittel bezifferte er mit 2,6 Milliarden Euro.

Der Aktienkurs der Verluste schreibenden Internetplattform Jumia lag im April noch bei 44 Euro. Aktuell werden die Papiere des überwiegend in Afrika agierenden Unternehmens noch mit etwa fünf Euro gehandelt. Der ebenfalls defizitäre Online-Modehändler Global Fashion hatte derweil im Juli einen enttäuschenden Börsenstart hingelegt. Aktuell wechseln die Titel für etwa 1,90 Euro den Besitzer, nachdem sie im Sommer zu je vier Euro ausgegeben worden waren.

Operativ machten die beiden Unternehmen in den ersten neun Monaten indes Fortschritte: So verbuchte Global Fashion währungsbereinigt einen Umsatzanstieg um 17 Prozent auf 928 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf minus vier Prozent. Die Zahl der Kunden stieg um 15 Prozent auf 12,4 Millionen. Bei Jumia schnellte das Bruttowarenvolumen um 54 Prozent auf 796 Millionen Euro. Dies ist die Summe, die Internethändler durch Verkäufe über ihre Internetseite einspielen. Die Ebitda-Marge verbesserte sich auf minus 16,2 (Vorjahr: minus 19,6) Prozent.

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