June 18, 2020 / 4:55 PM / 20 days ago

Russland droht Deutschland mit Gegenmaßnahmen im Fall von Sanktionen

A Russian flag flies in front of the U.S. embassy building in Moscow, Russia, July 28, 2017. REUTERS/Tatyana Makeyeva

Moskau (Reuters) - Russland droht Deutschland mit Gegenmaßnahmen, sollte die Bundesregierung im Fall eines in Berlin ermordeten Georgiers Sanktionen verhängen.

Vorwürfe, dass Russland die Tötung des früheren tschetschenischen Rebellen angeordnet hätte, entbehrten jeder Grundlage, sagte der russische Botschafter in Berlin, Sergei Nechayew, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Dafür gebe es auch keinerlei Beweise. Nechayew wurde vom Auswärtigen Amt in dem Fall einbestellt. Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen einen Verdächtigen erhoben und staatlichen russischen Stellen vorgeworfen, den im August 2019 verübten Mord an Tornike K. im Kleinen Tiergarten in Berlin angeordnet zu haben.

Hintergrund des Tötungsauftrags sei gewesen, dass Tornike K. mit seiner tschetschenischen Abstammung ein Gegner des russischen Zentralstaats gewesen sei, erklärte der Generalbundesanwalt. Der Beschuldigte Vadim K. habe den Tatauftrag angenommen, weil er sich Geld erhofft habe oder weil er die politischen Motive des Auftraggebers geteilt habe. Nach der Entscheidung des Generalbundesanwaltes sind Forderungen nach Sanktionen gegen Russland lautgeworden.

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