for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Unternehmensnachrichten

AHK - Deutsche Unternehmen investieren deutlich weniger in Russland

Packs of 1000 Russian Roubles notes are pictured at Goznak printing factory in Moscow, Russia July 11, 2019. REUTERS/Maxim Shemetov

Berlin (Reuters) - Nach zwei Boom-Jahren in Folge halten sich deutsche Unternehmen wegen der Corona-Krise mit ihrem Russland-Engagement zurück.

Insgesamt zogen sie zwischen März und Juni Investitionen von 1,1 Milliarden Euro aus Russland ab, wie die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) unter Berufung auf Zahlen der Bundesbank mitteilte. “Viele Investitionen wurden verschoben und auf Eis gelegt. Die weltweiten Anti-Corona-Maßnahmen tragen zu Verunsicherung der Russland-Investoren bei”, erläuterte der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. In den vergangenen 20 Jahren seien die deutschen Aktivitäten im Frühjahrsquartal noch nie so niedrig gewesen.

2018 hatten die Netto-Direktinvestitionen mit 3,8 Milliarden Euro und 2019 mit 2,6 Milliarden Euro Bestmarken erreicht. “Viele Firmen hatten sich auf ein gutes Jahr im Russlandgeschäft eingestellt, dann kam Corona”, sagte Schepp. Die Gesamtinvestitionen im ersten Halbjahr 2020 summierten sich demnach auf ein Plus von knapp 700 Millionen Euro. Die Monate März bis Juni waren der Höhepunkt der russlandweiten Anti-Corona-Maßnahmen, die bei deutschen Betrieben ebenfalls zu Lieferstopps und Produktionsunterbrechungen führten.

Auch der Handel zwischen Deutschland und Russland läuft wegen Corona alles andere als rund. Er brach im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf 22 Milliarden Euro ein. Russland liegt damit nach Polen, Tschechien und Ungarn nur noch an vierter Stelle im deutschen Osteuropa-Handel, erläuterte die die AHK.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up