December 3, 2010 / 6:17 AM / 9 years ago

Gewerkschaften rufen zu Warnstreiks bei RWE auf

Juergen Grossmann, CEO of RWE poses before the annual shareholders meeting in Essen April 22, 2009. REUTERS/Ina Fassbender

Berlin (Reuters) - Dem Energiekonzern RWE droht vor Weihnachten ein Arbeitskampf.

Nach den festgefahrenen Tarifverhandlungen riefen die Gewerkschaften Verdi und IG BCE die Beschäftigten zu Warnstreiks auf. “Wir planen erste Warnstreiks ab der übernächsten Woche”, sagte Verdi-Verhandlungsführer Hans-Peter Lafos am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Betroffen wären voraussichtlich Kraftwerke und der Tagebau. “Wir wollen das Unternehmen treffen und nicht die Menschen”, betonte Lafos. Niemand müsse befürchten, wegen des Arbeitskampfs im Dunkeln oder in der Kälte zu sitzen.

RWE habe am Vortag in der fünften Verhandlungsrunde ein schlechteres Angebot als zuletzt abgegeben, erklärte die IG BCE. Der Konzern erklärte, er biete ab Januar eine Anhebung um drei Prozent mit einer Laufzeit von 14 Monaten. Zudem sollen die Beschäftigten für November und Dezember eine Einmalzahlung von 1000 Euro erhalten. Zu der Streikdrohung äußerte sich der Konzern nicht.

“Das jetzt unterbreitete sogenannte Angebot ist ein Dokument der Arroganz”, sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Michael Winkler. “Wir werden darauf die passende Antwort geben.” Die Gewerkschaften hatten in den Verhandlungen einen Aufschlag von 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Zu der Tarifgruppe gehören 28.000 Mitarbeiter, die unter anderem bei den Kraftwerks-, Vertriebs- und Netztöchtern beschäftigt sind.

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