April 28, 2020 / 9:49 AM / a month ago

RWE-Finanzchef Krebber soll Energie-Dino in das Ökozeitalter führen

The logo of German utility and and energy supplier RWE is pictured next to a traffic light outside RWE's lignite power plant in Weisweiler near the western German city of Aachen, Germany, January 28, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay

Düsseldorf (Reuters) - Generationswechsel an der Spitze von RWE: Finanzchef Markus Krebber soll im kommenden Jahr Rolf Martin Schmitz an der Spitze des größten deutschen Stromerzeugers ablösen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Die Personalie ist keine Überraschung, gilt der 47-Jährige Manager doch bereits seit längerer Zeit als Kronprinz von Schmitz. Das Duo bildet alleine den Vorstand des Essener Energieriesen, der sich vom Atom- und Kohlekonzern zu einem der größten Ökostromerzeuger Europas wandelt. Mit Krebber bekommt dieser Prozess auch nach außen ein neues Gesicht.

Schmitz wird nächstes Jahr 64. Der Wechsel soll zum 1. Juli 2021 über die Bühne gehen. Schmitz’ Vertrag läuft dann aus. Er hatte bereits durchblicken lasse, dass es dann Zeit für einen Wechsel ist. Schmitz, der auch schon für E.ON und den Kölner Versorger Rheinenergie tätig war, gehört “zur alten Garde” der Energiebranche. Er stand oft in der Kritik von Umweltschützern, etwa weil er sich energisch und leidenschaftlich für die Rodung des Hambacher Forstes zur Förderung der Braunkohle und die Mitarbeiter stark machte.

“Krebber ist als Finanzer eher ein nüchterner Typ”, sagte ein Weggefährte der Nachrichtenagentur Reuters. “Das ist kein Träumer.” Der in Kleve am Niederrhein geborene Manager werde das Geschäft mit Ökostrom genau unter die Lupe nehmen, ob es sich auch rechne. Krebber habe mit Schmitz auf Seiten von RWE den großen Asset-Deal mit E.ON ausgehandelt. “Der ist auch durchsetzungsfähig. Das muss er auch sein.”

Krebber hat sein Handwerk bei der Deutschen Bank gelernt, wo er sich zum Bankkaufmann ausbilden ließ. Spätere Stationen waren die Unternehmensberatung McKinsey sowie die Commerzbank, für die er von 2005 bis 2012 tätig war, zuletzt als

Bereichsvorstand Group Finance. Seit 2012 ist er bei RWE und seit 2016 Finanzchef. Krebber sei ein messerscharfer Analytiker, was er unter anderem beim Innogy-Deal von RWE und E.ON bewiesen habe, berichtet einer, der ihn gut kennt. Krebber sei smart, ein bodenständiger Rheinländer. Und er wisse, wie wichtig ein guter Draht zur Politik in einer Branche sei, die in stark regulierten Märkten unterwegs sei.

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