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Unternehmensnachrichten

Südzucker rechnet im Kerngeschäft auch 2020/21 mit Verlusten

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

München (Reuters) - Südzucker hat angesichts sinkender Preise und einer kleineren Ernte die Hoffnung auf schwarze Zahlen im angestammten Kerngeschäft aufgegeben.

Für die Zucker-Sparte erwartet Europas Nummer eins im Geschäftsjahr 2020/21 (zum 28. Februar) nun einen operativen Verlust zwischen 50 und 100 Millionen Euro nach einem Minus von 236 Millionen Euro im Vorjahr, wie Südzucker am Donnerstag im Halbjahres-Bericht mitteilte. Bisher hatte das Mannheimer Unternehmen im Zuckergeschäft auf einen Gewinn von bis zu 60 Millionen Euro gehofft. Der Umsatz werde nicht wie erwartet deutlich, sondern nur leicht steigen. Im ersten Halbjahr lag der operative Verlust bei 56 (Vorjahr: minus 93) Millionen Euro. Die kurze Erholung auf dem globalen Zuckermarkt sei aber weitgehend beendet, erklärte Südzucker.

In Europa falle die Zucker-Produktion in der laufenden Ernte wegen reduzierter Anbauflächen, des trockenen Wetters und eines starken Virusbefalls in Belgien, Frankreich und teilweise auch in Deutschland schwächer aus. Südzucker hatte vier Fabriken stillgelegt, die Rüben-Anbaufläche sank um zwölf Prozent. Rohstoffhändler erwarten, dass die Zuckerpreise angesichts der schwachen Nachfrage in der Corona-Pandemie stärker fallen als bisher gedacht.

Die trüben Aussichten drückten die Südzucker-Aktie um 8,8 Prozent auf 15,10 Euro. Dank der anderen drei Geschäftsfelder hält Südzucker aber an seiner Prognose fest: Der Konzernumsatz soll auf 6,9 bis 7,2 (6,7) Milliarden Euro und der operative Gewinn auf 300 bis 400 (116) Millionen Euro steigen. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis trotz stagnierender Umsätze auf 129 (74) Millionen Euro. 2020/21 soll vor allem das Ergebnis des Ethanol- und Öko-Kraftstoff-Herstellers CropEnergies mit 110 bis 140 Millionen Euro deutlich höher ausfallen als befürchtet. Auch im Geschäft mit Nahrungsmittel-Spezialitäten wie Stärke und Tiefkühl-Pizza läuft es besser als gedacht.

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