March 27, 2019 / 3:22 PM / 3 months ago

Südzucker sieht kein Ende der Krise am Zuckermarkt

FILE PHOTO: Vendors load sugarcane onto a vehicle at a wholesale market in Kolkata, India, October 9, 2018. REUTERS/Rupak De Chowdhuri/File Photo

Frankfurt (Reuters) - Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat wegen des anhaltenden Preisverfalls auch für das laufende Jahr einen Verlust in seinem Kerngeschäft angekündigt.

Nach roten Zahlen im abgelaufenen Jahr erwartet das Unternehmen für die Hauptsparte einen operativen Verlust von 200 bis 300 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019/20. Die Prognose sei wegen der starken Preisausschläge am Zucker- wie am Ethanolmarkt von hoher Unsicherheit geprägt, teilte Südzucker am Mittwoch mit. Seit der Liberalisierung des Zuckermarktes in der Europäischen Union im Oktober 2017 sind die Zuckerpreise unter Druck, es herrscht ein Überangebot. Der trockene Sommer 2018 schmälerte zudem die Ernte.

Südzucker hatte als Gegenmaßnahme im Februar angekündigt, fünf Fabriken mit rund 400 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich und Polen zu schließen. Dafür fallen bis zu 220 Millionen Euro an Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen an, während die geplante Kostensenkung sich auf 100 Millionen Euro jährlich belaufen soll. Der SDax-Konzern kündigte an, die Dividende auf 20 Cent je Aktie mehr als zu halbieren. Zudem sollen bei einer Hybridanleihe wegen zu geringer liquider Mittel die Vergütungen vorerst ausfallen. An der Börse brachen die Südzucker-Aktien um fast zwölf Prozent auf Kurse von rund 11,50 Euro ein.

Der Konzern kann die Schwäche im Zuckergeschäft mit Gewinnen in den anderen Geschäftsfeldern Spezialitäten - dazu gehört etwa Fertignahrung - oder Fruchtzubereitungen ausgleichen. Hier geht das Management von Ergebnissteigerungen aus. Nach vorläufigen Zahlen fiel das operative Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018/19 (bis Ende Februar) auf rund 25 Millionen Euro von zuvor 445 Millionen Euro. Der Konzernumsatz sank um gut drei Prozent 6,75 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 werde ein operatives Konzernergebnis zwischen null und 100 Millionen Euro erwartet bei einem Umsatz von 6,7 bis 7,0 Milliarden Euro.

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