August 30, 2018 / 9:55 AM / 3 months ago

LKA-Mitarbeiter verlässt nach Dresdner Pegida-Vorfall Polizeidienst

Berlin (Reuters) - Der Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA), der sich vor zwei Wochen bei einer Pegida-Demonstration in Dresden einem ZDF-Team entgegengestellt hatte, verlässt den Polizeidienst.

Mit seiner Zustimmung werde der Tarifbeschäftigte “bis auf weiteres eine andere, adäquate Tätigkeit außerhalb der Polizei Sachsen” wahrnehmen, teilte das LKA am Donnerstag mit. Die Abordnung werde zum 3. September wirksam. Im LKA habe es ein Gespräch mit dem Mann und dessen Anwalt gegeben.

Der Mann mit einem Hut in den Deutschland-Farben hatte sich bei der Demonstration anlässlich eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden dem ZDF-Team in den Weg gestellt und einen Stopp der Filmaufnahmen gefordert. Daraufhin kontrollierte die Polizei das ZDF-Team und hinderte es rund 45 Minuten daran weiterzuarbeiten. Das Video dazu löste bundesweit Kritik aus. Der Polizei wurde unter anderem Behinderung der Pressefreiheit vorgeworfen. An der Kundgebung nahmen Anhänger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung und der AfD teil. Inzwischen hat die Polizei das ZDF um Entschuldigung gebeten und Fehler eingeräumt.

Das LKA und das Innenministerium hatten vergangene Woche angekündigt, mit dem Mann sprechen zu wollen, der sich zu dem Zeitpunkt aber noch im Urlaub befand. Sicherheitskreisen zufolge hat er im Dezernat Wirtschaftskriminalität gearbeitet. Laut Medienberichten hatte er auch Zugriff auf diverse Datenbanken.

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