May 6, 2020 / 10:32 AM / 19 days ago

Schwächelnde Autoindustrie setzt Schaeffler zu

Cars intended for export wait at the port for loading, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Bremerhaven, Germany, April 24, 2020. REUTERS/Fabian Bimmer

Düsseldorf (Reuters) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler kämpft immer mehr mit den Einbußen in seiner Automotive-Sparte.

Im ersten Quartal habe der Konzern vor Steuern und Zinsen (Ebit) vor allem wegen Abschreibungen in diesem Geschäft mit der Autobranche einen Verlust von 88 Millionen Euro eingefahren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Schaeffler noch einen Gewinn von 230 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz fiel währungsbereinigt um 9,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Eine konkrete Prognose wagte Schaeffler nicht. Der Konzern gehe momentan davon aus, im Geschäftsjahr 2020 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten und einen Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten unterhalb der jeweiligen Vorjahreswerte zu erzielen.

“Das zweite Quartal wird schwierig. Die von uns aufgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden weiter konsequent umgesetzt”, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Die Automotive-Sparte fuhr im ersten Quartal einen operativen Verlust von 220 Millionen Euro ein. Im Konzern musste Schaeffler auf die Sparte 249 Millionen Euro abschreiben. Hinzu kamen Kosten für den Stellenabbau in Europa, den das Unternehmen um 600 auf 1900 Arbeitsplätze erhöhen will.

Positiv entwickelte sich allerdings der Free Cash Flow. Mit 137 (Vorjahr: minus 235) Millionen Euro lag der deutlich über den Erwartungen etwa der Analysten von JP Morgen, die mit 50 Millionen Euro gerechnet hatten. Grund dafür seien die signifikant niedrigeren Kapitalausgaben, erläuterten die Experten. Zudem sei das Ergebnis in der Industrie-Sparte besser ausgefallen als erwartet. Schaeffler-Chef Rosenfeld gab sich mit Blick auf den Mittelzufluss optimistisch: “In Verbindung mit der komfortablen Liquiditätsposition und der guten Qualität unserer Bilanz sind wir zuversichtlich, dass wir die aktuelle Krise erfolgreich meistern.” Die im Kleinwertesegment SDax notierten Schaeffler-Aktien stiegen mehr als acht Prozent.

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